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Milbenallergie beim Hund

von Felix Ortmann
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Eine Milbenallergie beim Hund ist keine Seltenheit. Viele Vierbeiner reagieren allergisch auf Futtermilben und Hausstaubmilben. So wie bei uns Menschen ist eine Allergie auch beim Hund eine Überreaktion des Immunsystems und diese kann sich leider auch auf Milben beziehen. In jedem Haushalt finden sich die kleinen Parasiten, jedoch gibt es einige Punkte, die zu beachten sind, um eine Milbenallergie beim Hund zu verhindern.

Symptome Milbenallergie Hund

Was sind die Symptome einer Milbenallergie beim Hund?

Wenn der Hund sich übermäßig kratzt ist das nie ein gutes Zeichen. Stellen, die bei einer Hausstaubmilbenallergie besonders betroffen sind, sind Stellen, an denen weniger Haarwuchs herrscht: die Ohrmuschel, das Gesicht, der Bauch und die Zwischenzehenhäute. Da der Hund sich dort kratzt, leckt und reibt können an diesen Stellen schnell Verletzungen entstehen. Hausstaubmilben kommen nicht saisonal vor, weshalb Allergiker das ganze Jahr über Symptome zeigen. Auch Futtermilben bzw. deren Kot können eine Milbenallergie beim Hund auslösen. Weitere Leiden können Hautsymptome, Durchfall, Schnupfen, Husten und Abgeschlagenheit sein. Am häufigsten kommt allerdings der Juckreiz als allergische Reaktion vor.

Diagnose einer Milbenallergie beim Hund

Wenn der Verdacht einer Milbenallergie beim Hund besteht, muss diese zunächst diagnostiziert werden. Im ersten Schritt werden dazu andere juckreizverursachende Krankheiten, wie Pilzbefall oder Parasiten ausgeschlossen. Auch Futtermittelunverträglichkeiten und eine Flohspeichelallergie muss der Tierarzt zunächst ausschließen, danach kann dieser die Diagnose „Hausstaubmilbenallergie“ oder “Futtermilbenallergie” stellen. Dabei können auch Haut- und Bluttests durchgeführt werden, die bei der Feststellung dieser Allergien helfen.

Milbenallergie Hund

Was tun, wenn der Hund gegen Hausstaubmilben allergisch ist?

Ist der Hund tatsächlich betroffen, muss eine lokale medikamentöse Behandlung Abhilfe schaffen. Außerdem solltest du im Falle einer Hausstaubmilbenallergie eine Hausstaubsanierung durchführen. Vielen Vierbeinern hilft auch die lebenslange Hyposensibilisierung, bei der steigende Dosen der Allergene regelmäßig unter die Haut gespritzt werden.

Hausstaubsanierung

Bei der Hausstaubsanierung wird die Ursache der Allergie bekämpft, weshalb Besitzer von Allergikerhunden diese unbedingt durchführen sollten. Bei dieser Sanierung werden die Lebensbedingungen von Milben verschlechtert, dazu können folgende Punkte „abgearbeitet“ werden:

  • Hundebetten und -decken sollten bei 95°C gewaschen werden. Das Waschen bei sehr hohen Temperaturen ist effektiver als eine chemische Reinigung.
  • Kuschelkissen und Stofftiere sollten auch heiß gewaschen werden, Wäschetrockner und Gefrierfach helfen aber auch Milben abzutöten.
  • Die Milbenbelastung ist im Schlafzimmer am größten, deshalb sollten die Allergiker vom Bett und aus dem Schlafzimmer ferngehalten werden.
  • Auf Teppiche sollte so gut es geht verzichtet werden, denn auch Helferchen, wie Dampfreiniger oder milbenabtötende Zusätze, verschaffen nur kurz Abhilfe.
  • Der allergische Vierbeiner sollte sich während des Staubsaugens nicht im Raum aufhalten, da dieser Staub nicht nur entfernt sondern auch aufwirbelt.
  • Heißdampfreiniger sind durchaus zu empfehlen, alle drei Monate sollte die 100°c heiße Reinigung dennoch wiederholt werden.
  • Luftfeuchtigkeit bietet Milben ein Paradies, die allergische Fellnase sollte deshalb von Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit (viele Pflanzen/Bad/Keller/Waschküche) fernbleiben.
  • Als Polstermöbel eignen sich am besten Ledermöbel, schwer waschbare Vorhänge sollten ersetzt werden und auch Kissen sollten einen heißen Waschgang überstehen.

Was tun, wenn der Hund gegen Futtermilben allergisch ist?

Milbenallergie Hund: Futter richtig lagern

Bei einer Futtermilbenallergie wird die allergische Reaktion durch Kotrückstände der Futtermilben ausgelöst. Frisches Nass- und Trockenfutter ist in der Regel frei von den Milben. Allerdings ist es bei der Produktion langfristig gelagerter Lebensmittel nicht zu vermeiden, dass sie Milbenkot-frei bleiben. Das kann schon bei den Rohstoffen selbst der Fall sein, aber auch während Produktion oder Lagerung passieren. Daher nützt es auch nichts das Futter einzufrieren. Lebende Milben würden natürlich sterben, allerdings bleibt der Kot weiter bestehen. Die einzige Lösung ist also komplett Milben- und Milbenkot-freies Futter zu wählen und dieses nicht zu lange einzulagern.

Futter richtig lagern

Damit das Futter der Vierbeiner nicht kontaminiert sollten bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Die richtige Lagerung ist dazu besonders wichtig, um das Futter vor einem Befall mit Futtermilben und einer drohenden Milbenallergie beim Hund zu schützen.

  • Das Futter sollte in einem luftdicht verschlossenen Behälter gelagert werden
  • Der Behälter sollte nur kurz geöffnet werden. Dabei das Futter am besten mit einem sauberen Becher oder Löffel portionieren.
  • Den leeren Behälter regelmäßig heiß auswaschen.
  • Das Hundefutter getrennt von anderen Lebensmitteln lagern. Auch Nahrungsmittel für Menschen können Spuren von Futtermilben enthalten.
  • Die Futtermilben können auch im Hausstaub überleben. Daher das Futter nicht in der Nähe von Matratzen, Hundebett, Polstern etc. aufbewahren.
  • Auch eine Lagerung in Ställen o.Ä. sollte vermieden werden. Futtermilben können sich auch in Stroh und Heu einnisten.
  • Lieber häufiger und dafür weniger Futtermengen einkaufen. Das reduziert die Lagerzeit und verringert die Wahrscheinlichkeit eines Futtermilbenbefalls.
  • Einfrieren von Hundefutter, welches frei von Milben und Milbenkot ist schützt dieses vor einem Befall, da Milben so niedrige Temperaturen nicht überleben.

Mit der Beachtung dieser Tipps wird dem Vierbeiner geholfen und er kann ein fast beschwerdefreies Leben führen!

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