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Illegaler Welpenhandel – Das hat es mit Kofferraum-Welpen auf sich

von Michelle Holtmeyer
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Illegaler Welpenhandel ist weltweit ein brisantes Thema, denn immer wieder versuchen unseriöse Welpenhändler junge Hunde anzubieten, die unter schlimmsten Bedingungen aufgewachsen sind. Wie genau illegaler Welpenhandel abläuft und wie edogs dafür sorgt, dass das unseriöse Geschäft auf unserer Plattform keine Chance hat, erfährst Du hier. 

Was ist illegaler Welpenhandel genau?

Illegaler Welpenhandel ist nahezu jedem Hundefreund ein Begriff, denn immer findet man im Internet zahlreiche Welpen, die aus dem Ausland stammen, wo die Elterntiere wie Gebärmaschinen gehalten werden. Diese Vierbeiner werden oft extrem günstig angeboten.

Das Leid dieser Hunde ist jedoch groß, denn in den meisten Fällen werden die Welpen viel zu früh vom Muttertier getrennt, sodass weder eine Sozialisierung noch die wichtige Prägephase stattfinden kann. Das führt zu massiven Verhaltensproblemen der Vierbeiner. Viele der Welpen sterben zudem frühzeitig, da sie von dem langen Transport geschwächt sind und kaum Chancen haben, zu überleben. Denn oftmals fehlen ihnen überlebensnotwendige Impfungen.

Darüber hinaus weisen sie oft keine Kennzeichnung durch einen Mikrochip und Begleitpapiere wie einen Heimtierausweis auf oder die Dokumente sind gefälscht. Was am Ende für die Käufer bleibt, sind immense Tierarztkosten, tote Hunde und Vierbeiner, die lebenslang schwer traumatisiert sind.

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat schockierende Bilder vom illegalen Welpenhandel aufgenommen, die deutlich zeigen, wie sehr die Hunde leiden:

Indizien für illegalen Welpenhandel

Um illegalen Welpenhandel zu erkennen, gibt es einige Indizien, die darauf hindeuten und bei denen potenzielle Käufer vorsichtig werden sollten:

Fehlende Papiere

Oftmals fehlen beim einem illegalen Welpenhandel zahlreiche Papiere, die bei einem seriösen Hundeverkauf vorliegen sollten. Dazu gehört der EU-Heimtierausweis. Denn kommt der Welpen aus einem EU-Mitgliedstaat, muss er über einen vorgeschriebenen Heimtierausweis mit einer Kennzeichnung durch Mikrochip verfügen, der zudem eine gültige Tollwutimpfung nachweist. Auch ein amtliches Gesundheitszertifikat aus dem Ausland muss vorliegen. Daneben sollte der Hund im Idealfall einen Impfpass sowie eine eindeutige Kennzeichnung via Chip vorweisen. 

Extrem günstiger Preis

Ein weiterer Hinweis auf den illegalen Welpenhandel ist ein sehr günstiger Preis der Hundes. Dieser liegt dabei unter dem durchschnittlichen Marktpreis des Vierbeiners und weist oft auf eine nicht artgerechte Haltung hin.

Schlechter Gesundheitszustand

Tiere, die aus einer unseriösen Zucht stammen, sind oftmals in einem miserablen Gesundheitszustand. Krankheitssymptome sind dabei allgemeine Schwäche, Augen- & Nasenfluss sowie Husten und Lahmheit. Sollte Dir beim Welpenkauf ein enorm schlechter Gesundheitszustand auffallen, solltest Du den Züchter bzw. Halter darum bitten, dass der Welpe von einem Tierarzt untersucht wird. Ein seriöser Händler wird das nicht ablehnen. 

Unseriöser Übergabeort

Im Idealfall solltest Du den Welpen beim Züchter oder Halter abholen. Dann siehst Du die Herkunft des Vierbeiners und kannst Dir zudem das Muttertier anschauen. Denn oft dienen die Hündinnen als Gebärmaschinen und befinden sich in einem miserablen Gesundheitszustand. Will sich der Anbieter irgendwo mit Dir treffen, beispielsweise auf einem Parkplatz, oder ihn Dir nach Hause bringen, könnte das darauf hinweisen, dass er etwas zu verheimlichen hat. Oftmals findet der Verkauf aus dem Kofferraum statt, weshalb beim illegalen Welpenhandel von “Kofferraumwelpen” gesprochen wird.

Rückfragen des Verkäufers

Achte zudem darauf, wie sich der Verkäufer verhält. Seriöse Verkäufer stellen in der Regel Fragen nach den häuslichen Verhältnissen des Käufers und interessieren sich für das Wohlbefinden der Hunde.

Alter der Welpen

Kaufst Du einen Hundewelpen, sollte dieser mindestens acht Wochen alt sein. Noch besser ist ein Alter von zehn Wochen. Denn erst dann ist die Entwicklung soweit fortgeschritten, dass sie von ihrer Mutter und ihren Geschwistern getrennt werden können.

In einem weiteren Beitrag zum Thema Hundekauf zeigen wir Dir, worauf Du vor deinem ersten Hundekauf unbedingt achten solltest.

Trauriger WelpeSo gibt edogs dem illegalen Welpenhandel keine Chance

Auch edogs ist es ein Anliegen, gegen den illegalen Welpenhandel vorzugehen. Wir sensibilisieren nicht nur unsere Nutzer mehr für dieses Thema, sondern bieten illegalen Welpenhändlern durch die Überprüfung der Anzeige keine Chance, auf unserer Plattform aktiv zu werden. Denn die Vermittlung von Hunden im Internet muss vor allem in puncto “Illegaler Welpenhandel” sicherer werden. Unseriöse Händler dürfen keine Möglichkeit haben, ihre kriminellen Machenschaften weiter auszuüben. 

Wie wir darüber hinaus für Sicherheit auf unserer Seite sorgen, liest Du im Artikel edogs Hundevermittlung – Das ist unsere Mission nach.

Illegaler Welpenhandel – So meldest Du Verdachtsfälle

Auch Du kannst gegen den illegalen Welpenhandel vorgehen, indem Du Verdachtsfälle meldest. Wenn Du beispielsweise selbst Opfer von unseriösen Händlern geworden bist oder jemanden kennst, der mit illegalen Welpenhandel in Berührung gekommen ist, kannst Du den Fall bei VIER PFOTEN melden. Die Tierschutzorganisation stellt ein Formular zur Verfügung, indem Betroffenen Erlebnisse schildern können und Fälle von illegalen Welpenhandel melden können. Dadurch kann VIER PFOTEN die Recherchen vertiefen und den politischen Forderungen noch mehr Nachdruck verleihen.

Unterstütze VIER PFOTEN jetzt bei einer Petition und fordere so die Bundesregierung zum Handeln auf. Mit der Initiative soll der illegale Welpenhandel endlich Gehör in den politischen Reihen finden, da der Bundesrat diesem Problem einen Riegel vorschieben will. Daher kommt es auf jede Stimme an. Fordere jetzt gemeinsam mit der Bundesministerin Julia Klöckner zum Handeln auf. Hier kannst Du die Petition unterschreiben.

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