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Fremde Hunde begrüßen – Wichtige Tipps & häufige Fehler

von Maren Kleymann
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Viele Menschen werden von Hunden geradezu magisch angezogen. Egal wo sie einem Vierbeiner begegnen, müssen sie diesen Hund auch sofort begrüßen, mit ihm reden und wollen ihn im besten Fall auch streicheln. In diesem Artikel erhältst Du Tipps, wie Du fremde Hunde richtig begrüßt.

Viele Halter haben damit auch gar kein Problem, wenn ihre Hunde von einem Fremden begrüßt werden. Vor allem, wenn die Vierbeiner sehr gut sozialisiert sind und auf fremde Menschen freundlich zugehen, ist dies in der Regel auch nicht problematisch. Manche Hundebesitzer mögen es aber gar nicht, wenn wildfremde Menschen pfeilgerade auf ihren Hund zugehen und ihn nicht nur begrüßen, sondern auch streicheln wollen. Das hat meist auch einen Grund. Zum einen ist dieser Hund vielleicht noch nicht sozialisiert oder kommt in der Regel nicht gut mit Fremden aus, zum anderen gehen viele Menschen einfach falsch auf den Hund zu. Daher ist es wichtig, dass man immer einen richtigen Weg findet, um einen fremden Hund ordentlich zu begrüßen. In der Regel sollte man es jedoch nie ohne das vorherige Einverständnis des Hundehalters machen. Wir empfehlen Dir also, stets den Besitzer zu fragen. Sagt dieser nein, dann ist dies auch unbedingt zu akzeptieren.

Wie begegne ich einem unsicheren Hund?

Trägt der Hund eine gelbe Schleife oder ist es eindeutig, dass der Vierbeiner Angst hat, sollte man das respektieren und eher Abstand halten.

Fremde Hunde begrüßen – Wichtige Tipps

Der wichtigste Punkt ist, sich zu erkundigen, ob der Hund auch tatsächlich begrüßt werden kann, darf und will. Viele Hundehalter wissen, dass ihre Tiere das nicht mögen und auch schlecht auf fremde Menschen reagieren. Aus diesen Gründen tragen diese Hunde eine gelbe Schleife an der Leine oder am Geschirr. Manche Hunde haben auch ein gelbes Tuch oder Bandana umgebunden. Dieses gelbe Signal ist ein eindeutiges Zeichen und bedeutet: Der Hund will nicht begrüßt werden und benötigt seinen natürlichen, persönlichen Abstand. Gelbe Schleifen tragen Hunde, die ängstlich sind, gerne nach Fremden schnappen, aber auch kranke, alte oder läufige Hunde. Die gelbe Schleife soll für alle einfach das Zeichen sein, diesen Hund alleine zu lassen. 

Fremde Hunde begruessen: Hund und Frau auf Sandweg

Der wichtigste Punkt ist, sich zu erkundigen, ob der Hund auch tatsächlich begrüßt werden kann, darf und will.

Ablauf einer Begegnung mit fremden Hunden – Schritt für Schritt

Gerade wer selbst keinen Hund hat und diese Tiere enorm liebt, der neigt dazu, vor Begeisterung zu rufen, sobald er einen wuscheligen Vierbeiner sieht. Die Stimmlage erhöht sich um eine Oktave und auch die Lautstärke steigert sich. Das ist natürlich genau das Gegenteil von Richtig. Hohe, laute und aufgeregte Geräusche verwirren jeden Hund und machen ihn nervös. Sehr laute, hysterische Stimmen können für manche Vierbeiner sogar ein Trigger sein. Wer einen Hund bei der Begrüßung ansprechen möchte, der sollte dies in einer ruhigen, eher leisen und tiefen Stimmlage machen. 

Ebenso wichtig ist, dass man sich dem Hund nicht zu schnell, sondern langsam und besonnen nähert. Hunde mögen es nicht, wenn man auf sie zu stürmt. Auch zu hektische Bewegungen könnten den Hund einschüchtern und verängstigen.

Wichtig ist, dass der Hund auch nicht überrascht wird. Das Tier sollte sehen, wer ihm da entgegenkommt. Somit ist es falsch, sich dem Vierbeiner von hinten zu nähern. Hunde mögen es auch nicht, wenn man ihnen direkt in die Augen schaut. So ist es am besten, wenn Du dem fremden Hund leicht schräg von vorne entgegengehst und direkten Augenkontakt vermeidest. Der Vierbeiner soll Dich kommen sehen, darf sich jedoch davon nicht eingeschüchtert fühlen.

Diese Annäherungen sind optimal. Einem fremden Hund sollte man ruhig, relativ leise und eventuell schräg von vorne begegnen. So entsteht für das Tier eine angenehme Atmosphäre, von der für ihn keine Gefahr ausgeht. 

Wie begrüße ich fremde Hunde?

Auf jeden Fall sollte man die Stimme kontrollieren. Hunde mögen keine hohen, schrillen und lauten Stimmen. Diese machen sie nervös und verunsichern sie.

Fremde Hunde begrüßen – Das sind häufige Fehler

Bei Hunden spielt sich viel über den Geruchssinn ab. Begegnen sich zwei Hunde, beschnuppern sie sich meist ausgiebig – häufig auch zuerst am Hinterteil. Das bedeutet jetzt nicht, dass der fremde Hund am Hinterteil einer Person schnuppern soll – dieses Verhalten gilt nur unter Hunden.

Viele machen den Fehler und strecken sofort die ausgestreckte Hand entgegen, wenn sie fremde Hunde begrüßen. Manche Hunde erschrecken sich dadurch. So kann es schnell vorkommen, dass der Vierbeiner nach den ausgestreckten Fingern schnappt. Daher sollte man dem fremden Hund eher den leicht angewinkelten Handrücken zeigen, damit er diesen beschnuppern kann. Gerade bei einem fremden Hund kannst Du auch nicht wissen, ob er aggressiv reagieren wird. Deinen Fingern zuliebe solltest Du diesen Tipp unbedingt beherzigen.

Ein weiterer Fehler ist es, wenn man sich vor dem Hund aufbaut. Auch das schüchtert viele Vierbeiner ein. Beuge Dich also leicht nach vorne oder begegne dem Hund in gebückter Haltung. Hunde fühlen sich meist wohler, wenn man ihnen auf Augenhöhe begegnet.

Fremde Hunde begruessen: Hund auf Steg

Bei Hunden spielt sich viel über den Geruchssinn ab.

Auch wenn man die Schritte bis hierher richtig gemacht hat, kann immer noch einiges falsch laufen beim Erst-Kontakt. Fremde sollten einen fremden Hund nun nicht direkt am Kopf berühren. Das fühlt sich für einige Hunde ebenfalls bedrohlich und unangenehm an. Meist erkennt man dies, dass der Vierbeiner leicht zusammen zuckt, sobald sich eine fremde Hand über seinem Kopf nähert. Ebenso am Körper sollten fremde Hunde nicht zuerst gestreichelt werden. Der beste Spot für die erste Berührung ist direkt unter der Schnauze. Hunde mögen es sehr gerne, wenn sie am oder unter dem Kinn leicht gekrault werden. So fühlt sich der Vierbeiner wohl und beginnt, Vertrauen zu fassen. Er kann auch direkt weiter den Geruch des Gegenübers aufnehmen.

Ein weiteres No-go ist, den fremden Hund sofort zu umarmen oder seinen Freiraum und seine Warnungen nicht zu respektieren. Knurrt ein Hund oder fletscht er die Zähne, so ist das seine Art zu sagen: Bleib weg, ich mag das nicht. Auch Hunde haben ein Recht darauf, dies zu äußern. 

Wie geht man richtig auf einen Hund zu?

Die beste Art ist leicht von schräg vorne, langsam und behutsam, ohne laut zu sprechen auf einen fremden Hund zuzugehen.

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