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Hunde sind keine Weihnachtsgeschenke

von Michelle Holtmeyer
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Die Adventskränze haben ihren festen Platz in jedem Wohnzimmer, überall hängen Lichterketten, Du hast ganz bestimmt auch schon Whams Weihnachtsklassiker „Last Christmas“ gehört und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ läuft in Dauerschleife? Alles klare Zeichen – Weihnachten rückt immer näher. Und hast Du schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt? Bei ist unser aller Lieblingsfest ebenso allgegenwärtig, doch wir wollen Dir einen wichtigen Rat mit auf den Weg geben – denn: Hunde sind keine Weihnachtsgeschenke!

Hunde sind keine Weihnachtsgeschenke

Leider kann man das Phänomen immer noch beobachten: Eltern kommen auf die Idee, ihren Kindern einen kleinen, niedlichen Welpen mit einer knallroten Schleife unter den Tannenbaum zu setzen. Schließlich haben sie ihnen das ganze Jahr in den Ohren gelegen, wann sie endlich einen Hund bekommen. Dann ist die Freude wahnsinnig groß und während der Feiertage kann man mit dem kleinen Wurm viel Zeit verbringen, schmusen und spielen.

Nach Weihnachten sieht Realität oft anders aus: Hallo Tierheim

Hunde mit Weihnachtsgeschenk

Wenn die Weihnachtsfeiertage vorbei sind und man die ersten Tage mit einem Hund verbracht hat, wird Dir erst einmal bewusst, wie viel Zeit ein Hund, insbesondere ein Welpe, in Anspruch nimmt. Schließlich startest Du wieder in deinen bisherigen Alltag und bemerkst vielleicht, dass Dein Job und andere Umstände die Haltung eines Hundes gar nicht zulassen.

Und die letzte Möglichkeit bleibt dann meistens nur das örtliche Tierheim. Diese erfahren jedes Jahr aufs Neue einen Zuwachs der Abgaben von Tieren und obwohl sie (aktuell auch durch die Corona-Pandemie) sowieso überfüllt sind, bleibt ihnen nichts anderes übrig, die Vierbeiner aufzunehmen. Die Hunde sind in den Zwingern der Tierheime vollkommen überfordert, finden sich in der fremden Umgebung nicht zurecht und bei jungen Hunden werden wichtige Etappen in der Erziehung und Sozialisierung verpasst.

Genau aufgrund diesem alljährlichen Dilemma wollen wir dich daran erinnern: Hunde sind keine Weihnachtsgeschenke, sondern sollten stattdessen Geschenke zu Weihnachten bekommen!

Hundekauf planen und alle Optionen hinterfragen

Die Anschaffung eines Hundes, ganz gleich ob ein Welpe oder ein älterer Hund, solltest Du vorher gut durchdacht und mit allen involvierten Personen geplant haben.

Die folgenden Fragen helfen schon einmal bei der ersten Einschätzung:

  • Wie viel Zeit kann ich für den Hund aufbringen? Erlaubt mein Arbeitgeber Hunde am Arbeitsplatz?
  • Erlaubt meine finanzielle Situation die Haltung eines Hundes? Du hast keine konkrete Vorstellung, wie teuer ein Hund sein kann? Wir haben eine grobe Auflistung zusammengestellt.
  • Habe ich im Notfall eine Person, die meinen Hund in Pflege nehmen kann?

Hamburger Tierheim stoppt Vermittlung über Weihnachten

Dass Hunde kein Weihnachtsgeschenke, unterstreicht auch das Hamburger Tierheim. Denn der Hamburger Tierschutzverein stoppt die Vermittlungen von Tieren des Hamburger Tierheims, um zu zu verhindern, dass die Tiere als unüberlegte Weihnachtsgeschenke unter dem Christbaum landen.

Ab dem 20. Dezember soll Schluss sein mit den Vermittlungen der Tier. Hintergrund ist, dass der Hamburger Tierschutzverein verhindern möchte, dass die Tiere als unüberlegtes Weihnachtsgeschenk angeschafft werden. Die Vorsitzende des Hamburger Tierschutzverein äußerte sich dazu mit den Worten: „Wir beteiligen uns nicht am Weihnachtsgeschäft mit Tieren, die als unüberlegte Geschenke herhalten müssen“.

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