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Camping mit Hund: das musst Du beachten!

von Michelle Breitenfeld
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Camping mit Hund ist für viele die schönste Art, Urlaub zu machen. Gemeinsam Natur erleben, Freiheit genießen und den Vierbeiner immer dabei haben – das klingt traumhaft. Doch egal ob im Ausland, beim Transport im Wohnmobil oder auf dem Campingplatz: Es gibt wichtige Regeln und Tipps, die du kennen solltest. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie dein Campingurlaub mit Hund entspannt und sorgenfrei gelingt.

Was muss ich bei der Einreise ins Ausland mit Hund beachten?

Wenn es mit deinem Hund ins Ausland geht – zum Beispiel zum Campen in Italien, Spanien oder Frankreich – musst du dich im Vorfeld über Einreisebestimmungen informieren. Fast jedes europäische Land hat spezifische Regelungen für das Mitbringen von Haustieren.

Damit dein Vierbeiner problemlos einreisen kann, benötigt er in der Regel folgende Unterlagen und Vorkehrungen:

  • EU-Heimtierausweis mit dokumentierten Impfungen
  • Gültige Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt)
  • Mikrochip zur Identifikation (muss mit dem Heimtierausweis übereinstimmen)
  • Je nach Land: Entwurmungsnachweis, zusätzliche Impfungen (z. B. Leishmaniose, Babesiose in Mittelmeerländern), sowie Maulkorb- oder Leinenpflicht

Informiere dich am besten auf den offiziellen Seiten des jeweiligen Landes oder frage beim Tierarzt nach. Manche Länder schreiben auch eine Detailspezifikation der Hunderasse vor – insbesondere bei sogenannten Listenhunden. Hier kann die Einreise sogar vollständig untersagt sein. Auch eine gültige Tierhalterhaftpflichtversicherung kann verlangt werden.

Praktischer Tipp: Fotografiere alle Dokumente deines Hundes zusätzlich ab und speichere sie digital, damit du sie bei Bedarf schnell griffbereit auf dem Smartphone hast.

Wie gewöhne ich meinen Hund an das Campen?

Beginne zu Hause mit kleinen Übungen: Lass deinen Hund im Wohnmobil oder Zelt schnuppern, spiele gemeinsam darin und verknüpfe positive Erlebnisse damit. Übe kurze Ausflüge, übernachte evtl. testweise eine Nacht im eigenen Garten. Vertraute Gegenstände wie Decke oder Spielzeug helfen, die neue Umgebung angenehmer zu machen.

Gesundheitscheck vor der Reise: Was musst du beachten?

Bevor du mit deinem Hund in den Campingurlaub startest, solltest du sichergehen, dass er gesundheitlich fit ist. Ein umfassender Gesundheitscheck beim Tierarzt ist dabei sinnvoll – vor allem, wenn du größere Aktivitäten wie Wandern, Radfahren oder längere Autofahrten planst.

Zu einem gründlichen Gesundheitscheck gehören:

  • Impfstatus prüfen: Alle wichtigen Impfungen sollten aktuell sein. Besonders die Tollwutimpfung ist für eine Auslandsreise zwingend erforderlich. Beachte zudem mögliche länderabhängige Impfanforderungen.
  • Allgemeine Fitness: Ist dein Hund alt oder hat Gelenkprobleme? Bedenke, dass bestimmte Aktivitäten anstrengend werden könnten. Für Senioren oder kranke Hunde kann eine Hundetrage oder ein Buggy für längere Ausflüge hilfreich sein.
  • Parasitenprophylaxe: Flöhe, Milben und Zecken – Parasiten lauern vor allem auf Wiesen und in Wäldern. Schütze deinen Hund mit einem geeigneten Zeckenmittel oder Flohschutz.
  • Kontrolle von Pfoten, Ohren und Zähnen: Kleine Verletzungen an den Ballen oder Zahnprobleme werden oft zu spät bemerkt.

Extra-Tipp: In südlichen Regionen gibt es bestimmte Stechfliegen (z. B. Sandmücken), die Krankheiten übertragen. Es lohnt sich also zu prüfen, ob ein spezieller Spot-On-Schutz gegen Sandmücken sinnvoll ist.

Camping mit Hund: weißer Hund sitzt vor einem Zelt

Was gehört auf die Packliste fürs Camping mit Hund?

Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Damit dein Hund sich auf dem Campingplatz wohlfühlt und du nichts Wichtiges vergisst, solltest du eine individuelle Packliste erstellen – angepasst an Reiseziel, Wetter, Jahreszeit und deinen Hund.

Einige grundlegende Dinge sollten auf keiner Liste fehlen:

  • Leine (kurz + Schleppleine)
  • Halsband/Geschirr mit Adressanhänger oder GPS-Tracker
  • Maulkorb
  • Decke, Hundekissen oder faltbares Bett
  • Handtuch für nasse Pfoten
  • Wassernapf und Reisenapf
  • Ausreichend Futter + Leckerlis
  • Zeckenzange, Flohschutzmittel, Kamm/Bürste
  • Kotbeutel
  • Reiseapotheke
  • Impfpass, Heimtierausweis und Versicherungsbescheinigung
  • Transportbox oder Sicherheitsgurt für die Fahrt
  • Einstiegshilfe fürs Auto/Wohnmobil
  • Hundefrisbee, Ball oder Spielzeug
  • ggf. Hundemantel oder Wassermantel
  • Trinkflasche für unterwegs

Tipp: Wenn dein Hund Spezialfutter oder Medikamente benötigt, packe ausreichend Vorrat ein – inklusive Reserve.

Wo schläft der Hund beim Campen?

Das hängt davon ab, wo Du Deinen Hund schlafen lässt. Außerhalb der Fahrt kann sich Dein Hund frei im Wohnmobil bewegen und auf dem Bett, auf einer Hundedecke oder in seiner Box schlafen. Nur während der Fahrt muss Dein Vierbeiner ordnungsgemäß gesichert sein.

Welche Regionen eignen sich besonders gut zum Campen mit Hund?

Deutschland, Österreich und die Schweiz bieten viele hundefreundliche Campingplätze – besonders in naturnahen Regionen. Auch in Teilen Südeuropas findest du zahlreiche Anlagen, die auf Hunde eingestellt sind.

Beliebte Regionen in Deutschland für den Campingurlaub mit Hund sind:

  • Nordsee und Ostsee (viele Hundestrände und weite Auslaufgebiete)
  • Bayerischer Wald und Alpenvorland (gut ausgeschilderte Wanderwege und hundefreundliche Gaststätten)
  • Thüringer Wald (Naturcampingplätze und viel Ruhe)
  • Eifel, Harz und Schwarzwald (abwechslungsreiche Waldgebiete)

Im europäischen Ausland sind empfehlenswerte Ziele:

  • Österreich – viele familien- und tierfreundliche Campinganlagen in Tirol, Kärnten oder der Steiermark
  • Italien – besonders in Südtirol und an der Adria viele Campingplätze mit Hundedusche, Hundestrand oder Spielwiese
  • Spanien & Portugal – regionale Unterschiede beachten, teils hohe Temperaturen
  • Frankreich – viele Campingplätze erlauben Hunde, besonders in der Bretagne und Normandie
  • Slowenien & Kroatien – in einigen Anlagen direkt am Wasser erlaubt, teils zusätzliche Gebühren

Camping mit Hund: Labradorwelpe mit Stock im Maul liegt am Strand

Was kosten Hunde auf dem Campingplatz?

Die Kosten für einen Hund können je nach Campingplatz recht variieren, üblicherweise bewegen sie sich im Bereich von 5 bis 20 Euro pro Hund.

Wie findest du einen wirklich hundefreundlichen Campingplatz?

Damit dein Urlaub für dich und deinen Hund entspannt verläuft, solltest du dir den Campingplatz vorab genau anschauen. Kläre zuerst die Grundbedingungen: Sind Hunde erlaubt? Gibt es Einschränkungen wie eine maximale Anzahl pro Stellplatz, bestimmte Rassenverbote oder zusätzliche Kosten pro Hund? Auch die Regeln in Gemeinschaftsbereichen wie Sanitäranlagen oder Restaurants sind wichtig zu wissen.

Ein wirklich hundefreundlicher Platz erkennt man daran, dass er passende Einrichtungen anbietet, zum Beispiel:

  • eingezäunte Auslaufflächen oder Freilaufzonen
  • Hundeduschen und ggf. eigene Bademöglichkeiten
  • klare und faire Platzregeln (z. B. Leinenpflicht, Tütenstationen)

Neben der Ausstattung spielt auch die Lage eine große Rolle. Ein naturnahes Umfeld mit Wiesen, Wäldern oder Seen bietet deinem Vierbeiner mehr Abwechslung und Bewegungsmöglichkeiten als ein Platz mitten in der Stadt. So hat er die Chance, sich auszutoben und soziale Kontakte zu anderen Hunden zu pflegen.

Um dir ein gutes Bild zu machen, lohnt sich ein Blick auf Fotos oder Google Maps. Alternativ kannst du den Betreiber direkt kontaktieren, um die wichtigsten Fragen zu klären. So stellst du sicher, dass dein Campingurlaub nicht nur für dich, sondern auch für deinen Hund ein voller Erfolg wird.

Auf welchen Campingplätzen sind Hunde erlaubt?

Hunde sind auf den meisten Campingplätzen erlaubt, jedoch fallen oft zusätzliche Kosten an. Es ist am besten, vor deinem Urlaub den jeweiligen Campingplatz zu kontaktieren, um Informationen zu den Bedingungen für Hunde und deren Zulassung einzuholen.

Weitere Tipps für einen entspannten Campingurlaub mit Hund

Damit Dein Campingurlaub mit Hund ein Erfolg wird, haben wir für Dich noch ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt.

Planung ist das Geheimnis zum perfekten Urlaub: Wenn Du mit Deinem Hund in den Urlaub fährst, solltest Du auf spontane Trips verzichten und die großen Ausflüge und vor allem das Reiseziel durchplanen. Nur so hast Du alle wichtigen Utensilien dabei, die Dein Hund braucht, wie ausreichend Futter, Geschirre und Halsbänder, ggf. Maulkorb und Co.

Gewöhne Deinen Hund vor dem Urlaub an die Transportbox, das Wohnmobil und an das Autofahren. Dadurch wird die Reise viel entspannter für alle.

Suche nach Erfahrungsberichten von anderen Hundebesitzern, wie sie Deinen Urlaubsort fanden und ob es dort Probleme mit dem Hund gab.

Camping mit Hund: Langhaariger Hund liegt auf Decke

Wie reist dein Hund sicher im Wohnmobil?

Wenn du mit dem Wohnmobil unterwegs bist, ist die richtige Sicherung deines Hundes während der Fahrt wichtig – sowohl für die eigene Sicherheit als auch zum Schutz deines Hundes.

Es gibt grundsätzlich drei sichere Transportlösungen im Wohnmobil:

  1. Transportbox: Am häufigsten genutzt. Die Box sollte stoßfest, rutschfest und gut belüftet sein. Gewöhne deinen Hund schon zuhause an die Box.
  2. Hundeanschnallgurt: Funktioniert wie im Auto mit einem speziellen Sicherheitsgeschirr, das am Gurt befestigt wird. Vorteil: mehr Bewegungsfreiheit, aber trotzdem gesichert.
  3. Fester Einbau im Wohnmobil: Bei größeren Modellen kann ein abgetrennter Bereich oder eine eingebaute Hundebox sinnvoll sein – besonders für große Tiere.

Achte darauf, dass dein Hund ausreichend Platz, frische Luft und Wasserzugang hat. Während langer Fahrten sind regelmäßige Pausen unerlässlich – zum Lösen, Trinken und Auslaufen. Plane also ausreichend Zeit für Stopps mit ein.

Wohin mit dem Hund im Wohnmobil?

Während der Fahrt ist eine Hundebox oder ein Hundeanschnallgurt erforderlich, damit der Hund sicher im Wohnmobil reisen kann. Andernfalls darf er nicht frei im Fahrzeug herumlaufen.

Was gibt es bei der Fütterung im Urlaub zu beachten?

Damit dein Hund sich auch im Urlaub wohlfühlt, solltest du bei der Fütterung so gut es geht seine gewohnte Routine beibehalten. Abrupte Änderungen oder minderwertiges Futter können schnell zu Magen-Darm-Problemen führen. Bringe deshalb immer die Futtersorte mit, die dein Vierbeiner gewohnt ist – besonders dann, wenn er sensibel ist oder unter Allergien leidet. Auch wenn es vor Ort Tierbedarfsgeschäfte gibt, ist nicht garantiert, dass deine Marke verfügbar ist.

Am besten planst du den Futtervorrat für die gesamte Urlaubszeit ein, inklusive einer kleinen Reserve für ein paar zusätzliche Tage. Trockenfutter und feste Leckerlis sind unterwegs praktischer, da sie länger haltbar sind und keine unangenehmen Gerüche entwickeln. Nassfutter kann im Sommer schneller verderben und sollte, wenn überhaupt, nur gekühlt transportiert werden. Bewahre das Futter sauber und trocken in luftdichten Behältern oder Tonnen auf.

Wichtig ist außerdem:

  • immer frisches Wasser bereithalten, am besten in tragbaren Trinkflaschen für Pausen
  • benötigte Medikamente nicht vergessen
  • Futterumstellungen vermeiden – falls nötig, mische neues Futter langsam über 5–7 Tage unter

So stellst du sicher, dass dein Hund auch im Campingurlaub optimal versorgt ist und den Urlaub genauso genießen kann wie du.

Was solltest du dir merken?

Ein Campingurlaub mit Hund ist ein ganz besonderes Abenteuer – aber er will gut vorbereitet sein. Neben der Wahl des richtigen Platzes spielen Gesundheit, Sicherheit und Rücksichtnahme eine zentrale Rolle. Informiere dich frühzeitig über Einreisebestimmungen, packe umsichtig und berücksichtige auch die individuellen Bedürfnisse deines Vierbeiners.

Wenn du dich gut vorbereitest, wird dein Urlaub zu einem großartigen Erlebnis – für dich und deinen besten Freund auf vier Pfoten.

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