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Studie beweist: Welpen verstehen menschliche Kommunikationsweisen

von Marlene Hund
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Können unsere Hunde uns verstehen? Mit Sicherheit entwickeln wir mit unserem Hund über die Zeit eine ganz eigene Art der Kommunikation, doch nun wurde bestätigt, dass sogar Welpen schon Gesten verstehen können

Die Studie aus den USA

An der University of Arizona wurde eine Studie zu den sozialen Fähigkeiten von Hunden durchgeführt. Die Studienleiterin Emily Bray sagte gegenüber der Zeitschrift „ Current Biology“: „All die Ergebnisse legen nahe, dass Hunde biologisch darauf vorbereitet sind, mit Menschen zu kommunizieren.“

Es wurden zwei verschiedene Experimente in dieser Studie durchgeführt. Dazu kooperierten die Forscher mit einer Organisation für Begleithunde und arbeiteten mit 375 acht Wochen alten Welpen. Die Welpen sind noch nicht so sehr mit Menschen vertraut wie erwachsene Hunde, denn ihr Tagesablauf besteht hauptsächlich darin, mit ihren Geschwistern zu spielen.

Im ersten Versuch sollten die Welpen ein Leckerli finden, welches unter einem von zwei Bechern versteckt war. Dies gelang den meisten Welpen sehr gut mithilfe eines Menschen, der auf den richtigen Becher zeigte (ohne Training). Im Kontrollversuch sollten die Welpen ohne Hilfe das Leckerli finden, um auszuschließen, dass sie nur ihrer Nase folgten. In diesem Versuch fanden nur wenige Welpen das Leckerli auf Anhieb und dann auch nur aus Zufall. Daraus schließen die Forscher, dass Welpen schon vor der vollständigen Sozialisierung auf Gesten und andere Kommunikationsweisen von Menschen reagieren.

Im zweiten Versuch stellten die Forscher die Welpen vor die Aufgabe, ein Leckerli aus einem fest verschlossenen Gefäß zu holen. Dabei wurde darauf geachtet, ob der Welpe sich an den Menschen wendet und nach Hilfe sucht. Allerdings zeigten nur wenige Welpen dieses Verhalten. Die Idee beruht darauf, dass es bei Hunden üblich ist, dass sie sich an ihren Menschen wenden, wenn etwas nicht stimmt oder sie Hilfe benötigen. Bei Welpen zeigt sich dieses Verhalten, was eindeutig eine aktive Kommunikation ist, noch nicht.

Kommunikationsfähigkeiten sind genetisch bedingt

Die beiden Experimente zeigen, dass das Verstehen einer Sprache vor dem eigentlichen Sprechen kommt. So verstanden auch die Welpen die Geste, die ihnen von den Menschen entgegengebracht wurde. Wie sie jedoch kommunizieren können, dass sie Hilfe benötigen, wissen sie noch nicht, geschweige denn dass ihnen der Mensch überhaupt helfen könnte. Man muss es sich wie vorstellen wie ein Baby, dass gerade erst sprechen lernt.

Es wurde in der Studie außerdem festgestellt, dass genetische Grundlagen die Kommunikationsfähigkeit beeinflussen. Die Forscher hatten die Stammbäume der Welpen vorliegen und so erkannte man mithilfe dieser Studie, dass Hunde nicht nur durch den Kontakt mit Menschen lernen zu kommunizieren, sondern schon als Welpe fähig sind, bestimmte Verhaltensweisen zu interpretieren. Die Domestizierung der Hunde ist eine mögliche Ursache für dieses Phänomen.

Quelle: Current Biology

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