Home News Streicheln statt essen: Kommt jetzt doch ein Hundefleisch-Verbot in Südkorea?

Streicheln statt essen: Kommt jetzt doch ein Hundefleisch-Verbot in Südkorea?

von Jan Veeningen
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Hundefleisch ist schon seit Jahrzehnten auf vielen südkoreanischen Speisekarten zu finden. Doch über die Zeit tritt bei der Bevölkerung ein Umdenken ein. Die treuen Vierbeiner entwickeln sich mehr und mehr von einer Leibspeise zu einem geliebten Wegbegleiter. Nun steht ein Hundefleisch-Verbot im Raum.

Hundefleisch als Hauptgericht?

Traditionell wird Hundefleisch auch heute noch in einigen Ländern gegessen. In China gibt es beispielsweise das jährliche Hundefleisch-Festival, welches auch heutzutage noch stattfindet. Die vierbeinige Delikatesse wird auch in Südkorea gerne verzehrt. Moon Jae-in, der südkoreanische Präsident, erwägt nun allerdings ein Verbot für Hundefleisch.

Zur Zeit ist Hundefleisch noch erlaubt. Die grausamen Methoden zur Schlachtung der Tiere sind eigentlich verboten. Trotzdem kämpfen Tierschützer seit Jahren für adäquate Tierrechte und sorgten damit sogar schon für die Schließung einiger Schlachthäuser. Dennoch ist der Verzehr von Hundefleisch immer noch legal. Es wird davon ausgegangen, dass jährlich etwa eine Million Hunde in Südkorea auf dem Teller landen.

Hundefleisch-Verbot steht auf dem Plan

Südkoreas Präsident erwägt dem Ganzen nun einen Schlussstrich zu ziehen. Seit 2017 ist Moon Jae-in im Amt. Er ist unter anderem als ein Tierlieber Mensch bekannt. Er besitzt selbst mehrere Vierbeiner und rettete kurz vor seiner Präsidentschaft einen Straßenhund, der kurzerhand mit ihm in das Regierungsgebäude einzog. Allerdings scheint auch die Bevölkerung mit der Zeit umzudenken und sieht die Hunde mehr und mehr als treue Haustiere.

Was in unseren Kulturkreisen völlig normal scheint, ist in Südkorea noch relativ neu. Mittlerweile gibt es viele Hundehalter, die ihre Vierbeiner liebevoll in die Familie aufnehmen. Gerade jüngere Menschen distanzieren sich von dem Konsum von Hundefleisch. Der Präsident zieht nun ein Verbot in Erwägung. Ob dieser Schritt in Richtung Verzicht auch stattfindet, wird die Zukunft zeigen.

Quelle: n-tv

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