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Meilenstein im Tierschutz: Das plant die künftige Bundesregierung für Hunde

von Marlene Hund
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Am Mittwoch wurde der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP vorgelegt. Aus diesem geht hervor, dass die neue Bundesregierung zukünftig eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde plant.

Wichtiger Schritt für den Tierschutz

Tierschützer freuen sich über dieses Vorhaben, denn es sei ein wichtiger Schritt in Sache Schutz für Haustieren. Jedoch sieht der Koalitionsvertrag noch nicht vor, wie die bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht umgesetzt werden soll. Laut dem Netzwerk K&R, einem interdisziplinären Arbeitskreis von Landestierschutzbeauftragten in Deutschland, gingen die Koalitionsparteien „einen wichtigen und längst überfälligen Schritt“.

Jedoch sollte auch die Registrierung von Katzen berücksichtigt werden, so das Netzwerk. Der Geschäftsführer der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN sagte, Deutschland sei eines der letzten Länder in der EU ohne Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Sie sei längst überfällig und im Kampf gegen illegalen Welpenhandel, der Rückvermittlung von entlaufenen Tieren sowie zur Verbesserung der Tiergesundheit eine elementare Grundlage. Außerdem könne die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht einfach und kostengünstig mit dem Heimtierabfrageservice „HABS“ des Netzwerkes K&R umgesetzt werden. Neue und teure Lösungen seien deshalb überflüssig.

Wie kann die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht umgesetzt werden?

Um die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht umzusetzen, müsste jeder Hund von einem Tierarzt einen Transponder/Chip unter die Haut injiziert bekommen. Die Nummer des Transponders werden dann mit den Daten des Tieres und des Besitzers in einem Register gespeichert.

Für viele Hundebesitzer ist das allerdings nichts Neues, denn oft werden die Hund freiwillig bei Haustierregistern wie „Tasso e.V.“ oder „Findefix“ registriert. Zudem haben auch einige Bundesländer und Kommunen bereits eigene Regeln eingeführt.

Bundeseinheitliche Lösung gefordert

Der Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des „Netzwerk K&R“ Hans-Friedrich Willimzik ist der Meinung, dass bei einer bundesweit einheitlichen und rechtspflichtigen Kennzeichnung und Registrierung von Hunden vor allem positive Effekte im Bereich des Tierschutzes zu erwarten seien.

Jedoch sollte dies auch dringend für Katzen eingeführt werden. Außerdem gäbe es auch für weitere gesellschaftsrelevante Bereiche wie Rechtssicherheit, Verbraucherschutz und öffentliche Gesundheit viele Vorteile. Er hoffe nun, dass dieser wichtige Schritt nicht nur einen Platz im Koalitionsvertrag gefunden hat, sondern auch effizient und im Sinne der Tiere umgesetzt werde.

Vermeintlich hohe Kosten sind keine Ausrede mehr

Bisher ist die Einführung der Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht immer gescheitert – wegen vermeintlich hoher Kosten. Die frühere Bundesregierung sei davon ausgegangen, für viel Geld ein neues Register schaffen zu müssen, so Corina Madjitov, die Sprecherin der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Doch dies sei nun anders. Die Tierschützerin erklärt „Der Ansatz des ,Netzwerk K&R‘ sieht vor, bereits bestehende Heimtierregister über eine von Experten des Netzwerks erstellte und kostenfrei zur Verfügung stehende digitale Schnittstelle – den sogenannten Heimtierabfrageservice HABS – zu verknüpfen. Die Entwicklungskosten für die digitale Schnittstelle sind bereits abgedeckt, auf die Behörden würden einzig behördeninterne Personalkosten für die Nutzung der Anwendung in Form einer wartungsarmen Webseite zukommen.“

Auch die Hundebesitzer müssten keine hohen Kosten tragen, es fielen alleinig die einmaligen Kosten für den Transponder beim Tierarzt an und diesen hätten schätzungsweise bereits 80% der Hunde und Katzen in Deutschland.

Quelle: tasso.net

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