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Erschreckende Zahlen: Illegaler Welpenhandel zum Vorjahr verdreifacht

von Jan Veeningen
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Der illegale Welpenhandel ist auf dem Vormarsch. Im Vergleich zu den ersten neun Monates des Vorjahres hat sich die Zahl der sichergestellten Hunde 2021 verdreifacht.

Erschreckende Entwicklung im illegalen Welpenhandel

Wenn man die ersten drei Quartale von 2021 mit denen des Vorjahres vergleicht, muss man erschreckendes feststellen. Wo letztes Jahr noch 514 Hunde sichergestellt wurden, sind es dieses Jahr bereits 1488 Tiere. Sie stammen alle aus illegaler Zucht und illegalen Transporten. Juli bis September gelten eigentlich als Monate in denen der illegale Welpenhandel weniger floriert. Dennoch wurden in dieser Zeit 308 Hunde gezählt. Von allen Bundesländern haben Bayern und Nordrhein-Westfalen die höchsten Fallzahlen. Hier wurden 2021 zusammen bereits ca. 1000 Fälle illegalen Welpenhandels aufgedeckt.

Üblicherweise ist zu erwarten, dass der illegale Welpenhandel über den Sommer nachlässt, weil die Nachfrage in diesen Monaten abnimmt. Viele Hundebesitzer geben ihre Vierbeiner schlichtweg in Tierheimen ab, um ihre Urlaubspläne zu realisieren. Trotzdem hat sich die Zahl der sichergestellten illegalen Welpen zum Vorjahr verdreifacht.

Internet bietet den kriminellen Schutz

Die Corona-Pandemie hat nicht nur den Hundemarkt im Allgemeinen angekurbelt, sondern auch den illegalen Welpenhandel befeuert. Die Hunde werden unter grausamen Bedingungen in Schuppen oder Kellern gehalten. Die vorwiegend aus Osteuropa stammenden Muttertiere werden kontinuierlich gedeckt, sobald sie wieder läufig sind. Die zahlreichen Welpen werden viel zu jung von ihrer Mutter weggenommen, um möglichst schnell verkauft zu werden. In Kofferräumen oder Käfigen werden sie dann durch ganz Europa exportiert. Häufig sind die gequälten Welpen weder geimpft noch gesund. Sie leiden unter unzureichender Ernährung und sind meist traumatisiert.

Unter diesen unwürdigen Bedingungen steigt der Profit der Kriminellen, die die Hunde anonym im Internet verkaufen. Durch falsche Informationen und schöne Bilder sind diese Anzeigen nur schwer zu erkennen. Sobald ein Welpe verkauft ist, wird die Anzeige gelöscht. Die angegebenen Personalien des Händlers sind oft falsch, was eine strafrechtliche Verfolgung unmöglich macht. Viele Welpen sterben in den ersten Wochen bei ihren neuen Besitzern als Folge der schlechten Bedingungen der illegalen Zucht. Die überlebenden Hunden leiden meist jahrelang an dem Trauma, das sie in ihrem jungen Alter geprägt hat.

Wie edogs gegen den illegalen Welpenhandel vorgeht, erfährst Du im Artikel edogs Hundemarkt – Das ist unsere Mission.

Quelle: vier-pfoten.de

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