Home News Hunde 24 Tage eingesperrt: Tierquäler muss 2400 Euro zahlen – Ein zu mildes Urteil?

Hunde 24 Tage eingesperrt: Tierquäler muss 2400 Euro zahlen – Ein zu mildes Urteil?

von Marlene Hund
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Eine Berliner Verkäuferin vor Gericht. Sie ließ ihre Hunde Tayo und Kira drei Wochen lang eingesperrt im Wohnzimmer. Als dies endlich bemerkt wurde, war die Hündin bereits tot.

Eingesperrt im Wohnzimmer

Ein Polizist beschrieb, dass die Tiere im Wohnzimmer eingesperrt waren. Alles sei zugekotet gewesen. Hund Kira war bereits tot und Tayo schwer verwahrlost und dem Tode nahe.

Katharina B. angeklagt wegen Tierquälerei

Offenbar haben die Hunde der Angeklagten und ihrer Ex-Partnerin gehört. Als die Beziehung endete, blieben die Hunde bei Katharina B. Doch ihre Ex habe die Hundesteuer bezahlt und ihr Geld angeboten für Futterkosten.

Im Mai letzten Jahres war die Ex-Freundin auf der Suche nach einem neuen Hund und fand eine Anzeige, die auf Kira und Tayo passte. Daraufhin rief sie die Angeklagte an, doch bekam keine Antwort. Deshalb ging sie zur Wohnung der Angeklagten und klingelte. Es machte niemand auf, aber man hörte ein Hund an der Tür kratzen. Mit einer Nachbarin ging sie dann in die Wohnung und fand die beiden Hunde auf. Der Nachbarin zufolge sei überall Urin und Kot gewesen, Hund Kira lag an der Tür und stand nicht mehr auf.

Hund Tayo schwer verwahrlost

Für Kira kam jede Hilfe zu spät. Nur Hund Tayo konnte gerettet werden. Die Ex-Freundin der Angeklagten beschrieb wie ihm das Fell herunter hing, die Nase eingetrocknet gewesen sei und sie ihn von Fäkalien befreiten. Er hatte wohl auch unglaublichen Durst gehabt.

Die Nachbarin wird die Bilder im Kopf nicht mehr los und gab sich nachdenklich vor Gericht, dass man vielleicht eher etwas hätte tun müssen. Jedoch erklärte sie auch, dass die Wohnung nicht verlassen gewirkt hatte, denn das Licht sowie auch der Fernseher ging regelmäßig an und aus. Es war eine Zeitschaltuhr angeschlossen.

Die Anklage

Die Angeklagte Katharina B. soll die Tiere 24 Tage alleingelassen haben. In der Anklage hieß es „Sie ließ die Hunde im Wohnzimmer zurück und unterließ es, sie zu füttern, zu tränken, auszuführen, zu pflegen.“ Und sie habe „durch Unterlassen ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund getötet“. Außerdem habe sie den Tieren „länger anhaltende und sich wiederholende erhebliche Leiden zugefügt“.

Der Anwalt der Angeklagten sagte aus, sie habe großen Stress gehabt und sei krank gewesen. Außerdem waren es die Hunde der Ex-Freundin, denn die Tiere seien auf sie angemeldet gewesen. Nach Meinung der Richterin hätte sich die Angeklagte Hilfe holen müssen, sogar eine Nachbarin habe sich angeboten. Das Urteil für die Angeklagte lautet 2400 Euro Strafe wegen Tierquälerei.

Quelle: berliner-kurier.de

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