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Erschreckender Trend: Tierheime sind wegen „Corona-Hunde“ überfüllt

von Michelle Holtmeyer
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Während der Corona-Zeit haben sich viele Menschen einen Hund angeschafft. Doch nun zeichnet sich eine schreckliche Entwicklung ab: Immer mehr Tiere landen im Tierheim, da die Halter nicht mit ihnen zurecht kommen. Nun sind bereits erste Heime überfüllt.

Mit Beginn der Corona-Pandemie haben sich viele Menschen den Traum vom eigenen Hund erfüllt. Die Gründe dafür waren nahelegend: Alle hatten deutlich mehr Zeit, die Kinder der Familie mussten beschäftigt werden und vielen hat auch die Isolation zugesetzt. Doch nicht bei allen Familien hat die Integration eines Hundes in die Familie problemlos geklappt: Oft brachte der Einzug des Vierbeines Stress und Überforderung mit sich.

Immer mehr Tierheime überfüllt

Viele Tierheime bekommen jetzt die vermehrte Abgabe von Hunden zu spüren. So berichtet beispielsweise das Tierheim Reichelsheim (Odenwald), dass in den letzten Wochen extrem viele Vierbeiner abgegeben wurden und die Einrichtung restlos überfüllt ist. „Wir können keinen Hunde mehr nehmen„, so Leiterin Ute Heberer. Auch Tierheime in Gelnhausen (Main-Kinzig) und Dreieich (Offenbach) berichten von einem deutlich erhöhtem Aufkommen: „Wir bekommen viele Anrufe von Tierhaltern, die ihre vor allem während Corona angeschafften Hunde wieder abgeben wollen.

Viele Hunde aggressiv und gestört

Doch damit nicht genug: Viele der abgegeben Hunde zeigen ein sehr aggressives und gestörtes Verhalten. Diese Tiere lassen sich dann deutlich schlechter vermitteln. „Manch einer hat sich vollkommen hirnlos während der Corona-Lockdowns einen Hund zugelegt und kommt jetzt nicht mehr klar. Die Leute wissen nicht, was auf die zukommt.“

Ute Heberer vom Tierheim Reichelsheim: „Es ist eine furchtbare Situation. Wir sind Tierschützer und wollen ja helfen, aber wir können einfach nicht mehr.“ Doch sie müsse jetzt auch Mitarbeiter schützen. Denn je mehr aggressive Hunde in dem Heim untergebracht seien, desto gefährlicher werde es auch für das Personal. Das führt zu Verzweiflung.

Immer mehr illegaler Welpenhandel

Darüber hinaus stellen Tierschützer fest, dass auch der Handel mit Hunden aus dubiosen Quellen wächst. Aus Profit-Gier werden Welpen oftmals viel zu früh von ihrer Mutter getrennt, illegal aus dem Ausland geschmuggelt und haben häufig falsche Papiere. Dennoch zahlen Kunden vierstelligen Summen für die Tiere. Mehr zu diesem Thema liest Du in unserem Artikel Illegaler Welpenhandel – Das hat es sich mit den Kofferraum-Welpen auf sich.

Letzte Konsequenz: Einschläfern

Gibt es keinen Ausweg mehr, müssen Städte und Kommunen handeln und vor allem aggressive Tiere einschläfern. Darin besteht auch die größte Angst der Tierschützer.

Quelle: Hessenschau

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