Home News Achtung! Gefährliche Zeckenart in Deutschland auf dem Vormarsch

Achtung! Gefährliche Zeckenart in Deutschland auf dem Vormarsch

von Pia Mross
0 Kommentar
Kostenloses E-Book Welpen 1x1 zum Download

Hundehalter aufgepasst: Eine Studie der Universität Hohenheim zeigt, dass Zecken inzwischen in ganz Deutschland vorkommen. Darunter auch eine besonders gefährliche Art aus den Tropen.

Diese Zeckenart wird von Zugvögeln eingeschleppt und ist zu erkennen an den braun-gelb gestreiften Beinen. Außerdem sind die Zecken fast so schnell wie Spinnen. Sie gehören der Gattung Hyalomma an.

Anders als die einheimischen Zecken wie etwa der gemeine Holzbock, welche oft Wochen oder Monate auf einen Wirt lauern, gehen Hyalomma Zecken auf die Jagd. Diese Zeckenart kann bis zu zehn Meter Entfernung Wirtstiere erkenne und sie über mehrere hunderte Meter verfolgen.

Zecken übertragen unglaublich viele verschiedene Krankheitserreger, darunter Bakterien wie Rickettsien, die das Zecken-Fleckfieber auslösen, und Viren, die zu tödlichen Krankheiten wie dem Krim-Kongo Hämorrhagischen Fieber führen können.”, sagte Ute Mackenstedt vom Fachbereich Parasitologie an der Universität Hohenheim. Daher sind Zecken für sie die gefährlichsten Vektoren überhaupt.

Studie über Zecken

Um herauszufinden, wie viele Zeckenarten in Deutschland vorkommen, bat Ute Mackenstedt die Bevölkerung, Zecken an ihr Institut zu schicken. Nach drei Jahren konnten 8107 Zecken untersucht werden.

Die Ergebnisse dieser Citizen-Science-Studie wurden diese Wochen an der Universität Hohenheim vorgestellt. Fast die Hälfte der eingeschickten Zecken waren Auwaldzecken, welche zu den Buntzecken gehört. Diese gehen gerne auf Hunde und können Hundemalaria und auch den Virus der gefürchteten Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen. „Zweierlei hat uns überrascht, zum einen, dass die Auwaldzecken viel weiter in Deutschland verbreitet sind als bisher angenommen, und zum anderen, dass Hyalomma-Zecken schon am dritthäufigsten bei uns zu finden sind.“, sagte Mackenstedt.

Zecken sind mittlerweile das ganze Jahr unterwegs. Grund Dafür können die Witterungsveränderungen sein.

Durch Zugvögel eingeschleppt

“Die Larven setzen sich nach dem Schlüpfen auf Zugvögeln fest. Dort saugen sie Blut, häuten sich und fallen schließlich als Nymphen hier in Deutschland ab.”, Sagte Mackenstedt. Durch lang andauernde Wärme und keinen Regen könnten diese Zecken hier überleben. Die Inzidenz zeigt, dass dies noch nicht gesehen ist.

Zecken sind nur schwer zu bekämpfen. Mit bestimmten Tabletten für Hunde und durch Substanzen die man auf die Haut sprüht, kann man sich und seine Tiere als Wirt unattraktiv machen.

Unser Appell daher an Dich: Untersuche Deinen Hund stets besonders gründlich auf Zecken!

Quelle: Frankfurter Allgemein

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

* Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden.