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Coronavirus bei Hunden – Das sollten Hundebesitzer wissen

von Michelle Holtmeyer
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Covid-19 sorgt derzeit weltweit für viel Panik. Viele stellen sich die Fragen, ob sich auch Hunde mit Corona anstecken können. Wir erklären besorgten Hundebesitzern, was es beim Virus in Zusammenhang mit Vierbeiner zu beachten gibt und was im Falle einer Quarantäne oder Ausgangssperre passiert.

[Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert]

Coronavirus Hunde: Darf ich noch mit meinem Hund Gassi gehen?

Aktuell darfst Du noch mit dem Hund spazieren gehen. Allerdings solltest Du aufpassen, dass Du einen Mindestabstand zu anderen Menschen einhältst und Dir umgehend nach dem Spaziergang die Hände wäschst. Wähle am besten Gassi-Routen, wo Du wenig möglichst wenig anderen Menschen begegnest.  Bislang ist es auch noch nicht vorgeschrieben, dass Du nur in der Nähe Deiner Wohnung/Deines Hauses spazieren gehen darfst, sodass größere Gassi-Runden noch möglich sind.

Was passiert mit meinem Hund, wenn ich in Quarantäne muss?

Hast Du Dich mit Covid-19 angesteckt und musst dementsprechend in häuslicher Quarantäne bleiben, stellt sich die Frage, was mit Deinem Hund passiert. Besitzt Du ein Grundstück mit Garten, hast Du die Möglichkeit, Deinen Liebling dort rauszulassen. Ansonsten musst Du Freunde, Nachbarn oder andere Bekannte, die nicht in Quarantäne sind, bitten, mit Deinem Hund spazieren zu gehen. Allerdings dürfen sie Deine Wohnung nicht betreten und sollten im Idealfall eine andere Leine als Du benutzen. Alternativ kannst Du einen professionellen Dog-Walker engagieren oder Dich in sozialen Netzwerken nach Gruppen umgucken, die Tierhaltern Hilfe in der aktuellen Situation anbieten.

Hast Du keine Alternative, kannst Du Deinen Hund auch während der Quarantänezeit vorübergehend in einem Tierheim oder einer Hundepension abgeben. Allerdings solltest Du Dich vorab informieren, ob die jeweilige Einrichtung noch geöffnet hat bzw. ob noch Plätze frei sind.

Vermeide außerdem zu starken Kontakt mit Deinem Liebling. Auch wenn der Coronavirus bei Hunden nicht zu hundert Prozent nachgewiesen wurde, besteht nach wie vor die Gefahr. Kuschel also in dieser Zeit nicht mit ihm und vermeide Nasen- und Mundkontakt. Wasche Dir außerdem immer gründlich die Hände, nachdem Du Dein Tier angefasst hast.

Das passiert bei einer Ausgangssperre

Was genau in Deutschland bei einer Ausgangssperre passiert, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar. Das muss das zuständige Gesundheitsamt entscheiden und verordnen. In Italien, wo die Ausgangssperre bereits  verhängt wurde, dürfen Hundebesitzer noch mit ihren Tieren alleine spazieren gehen – so kurz wie möglich. Dort müssen sie sich außerdem in der Nähe ihrer Wohnung bleiben, Abstand zu anderen Tierhaltern muss eingehalten werden und nach der Rückkehr in die Wohnung sollten die Hände umgehend gewaschen werden.

Können Hunde sich mit Covid-19 infizieren?

In Hongkong wurde der Coronavirus Anfang März erstmalig auch bei einem Hund festgestellt. Das Tier hat zwar keine Symptome aufgewiesen, aber die Abstriche aus Nase und Ohren erwiesen sich als leicht positiv.

In Deutschland müssen Hundebesitzer sich aktuell keine Sorgen machen und keine speziellen Vorkehrungen treffen. Ein Virologe der University of Nottingham hält eine Überprüfung aller Tiere von infizierten Personen für übertrieben, da dieses nur eine Massenhysterie auslösen würde. Er beruhigt Hundebesitzer, da aktuell unklar ist, ob sich der Vierbeiner tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt hat oder ob die schwachen Werte im Nasenbereich vielleicht aus seiner Umwelt stammen. Zudem gibt es keinen Nachweis, dass Hunde Überträger sein können. Denn der Erreger müsste die Zellen der Hunde kapern, sich dort vermehren und dann wieder auf den Menschen wechseln. Es ist aber höchst unwahrscheinlich, dass der Coronavirus in so kurzer Zeit so oft die Artengrenze überspringt.

Auch die Weltgesundheitsorganisation gibt Entwarnung, denn sie haben ebenfalls keine Beweise, dass Haustiere mit dem neuen Virus infiziert werden können:

In unserem Magazin findest Du weitere hilfreiche Tipps zum Thema Hundegesundheit.

Hunde sollen Coronavirus künftig erschnüffeln können

Wie das Wuff-Hundemagazin berichtet, werden in Großbritannien aktuell Hunde trainiert, um mit ihrer extrem guten Nasen, Corona-Infektionen erschnüffeln zu können. Dafür ging die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern ein. Die Forscher glauben daran, dass die feinen Nasen der Vierbeiner innerhalb von sechs Wochen für Covid-19 sensibilisiert werden können, damit sie für die Diagnose eingesetzt werden können. Derzeit arbeiten die Wissenschaftler daran, den Geruch von Corona-Patienten einzufangen, um ihn den Hunden zu präsentieren. Medical Detection Dogs hat bereits verschiedene Trainingsprogramme dieser Art durchgeführt.

Appell: Denk auch an die Tierheime, Hundezüchter etc.

Tierheime müssen sich ebenfalls auf die mögliche Ausgangssperre vorbereiten, um sowohl die Versorgung der Vierbeiner sicherzustellen als auch das Personal zu schützen. Einige Tierheime in Deutschland haben bereits geschlossen, andere haben zwar geöffnet, aber sämtliche Veranstaltungen abgesagt.

Grundsätzlich möchten wir aber an Dich appellieren, dass Du an die Tierheime, Hundezüchter und anderen Leute, die mit Hunden ihren Lebensunterhalt, ihr Geld verdienen, denkst und sie nach Möglichkeit unterstützt, da vor allem sie auf Hilfe angewiesen sind. Auch wenn es derzeit nicht möglich ist, sich Hunde anzuschauen, kannst Du schon jetzt nach Deinem Traumhund Ausschau zu halten und mit dem Anbieter Kontakt aufzunehmen.

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