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Hund röntgen – Ablauf, Risiken und Kosten

von Michelle Holtmeyer
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Anzeige: Nicht nur von uns Menschen können Röntgenbilder erstellt werden, auch unsere Hunde müssen in bestimmten Situationen zum Röntgen, um unterschiedliche Erkrankungen und Verletzungen wie beispielsweise Knochenbrüche zu erkennen. Wann genau ein Hund geröntgt werden muss, wie der Ablauf einer Röntgenuntersuchung aussieht sowie mögliche Risiken, verraten wir Dir in diesem Ratgeber. Außerdem erfährst Du in diesem Artikel, mit welchen Kosten Du bei einer Röntgenuntersuchung rechnen musst und warum eine Tierkrankenversicherung in diesem Fall so wichtig ist.

Wann muss ein Hund geröntgt werden?

Es kann verschiedene Gründe haben, warum ein Hund beim Tierarzt geröntgt werden muss. Grundsätzlich erhält der Tierarzt mit der Röntgenaufnahme einen Einblick ins Körperinnere, was ihm bei der Diagnostik bestimmter Erkrankungen und Verletzungen behilflich sein kann. Röntgen ist eine Form der Strahlenuntersuchung, bei der sich beispielsweise Knochenbrüche schnell feststellen lassen. Zudem können Hündinnen während ihrer Trächtigkeit geröntgt werden, um festzustellen wie viel Nachwuchs sie erwarten.

Konkret führt ein Tierarzt eine Röntgenuntersuchung meist bei folgenden Körperteilen oder vermuteten Erkrankungen durch:

  • Bewegungsapparat/Verletzung am Skelett (z.B. bei vermuteten Knochenbrüchen oder bei dem Verdacht der Arthrose)
  • Herz (z.B. bei Verdacht auf Herzrhythmusstörungen)
  • Lunge (z.B. beim Verdacht auf einen Tumor)
  • Nasenhöhlen (z.B. um Fremdkörper zu erkennen)
  • Rücken (z.B. bei Bandscheibenvorfällen)
  • Zähne (z.B. beim Verdacht auf Entzündungen)
  • Magen-Darm-Bereich, Niere, Blase (Untersuchung wird mit Kontrastmittel durchgeführt)
  • Verdacht auf Hüftdysplasie (HD) oder Ellbogendysplasie (ED)
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Es kann verschiedene Gründe haben, warum ein Tierarzt einen Hund röntgen will.

Was sieht man beim Röntgen beim Hund?

Mittels Röntgenaufnahmen werden verschiedene Gewebe und Organe des Hundekörpers als zweidimensionales Schattenbild dargestellt. So sind insbesondere Knochen und Organabgrenzungen deutlich erkennbar.

Ablauf vom Röntgen beim Hund

Eine Röntgenuntersuchung beim Hund ist ein etwas aufwendigeres Verfahren als eine Standarduntersuchung.

In vielen Fällen ist es möglich, den Hund ohne Narkose zu röntgen, wie z.B. bei Trächtigkeitsuntersuchungen. Dafür muss der Hund auf dem Behandlungstisch gut festgehalten werden und der Tierarzt macht schnell die Aufnahmen. Voraussetzung dafür ist, dass der Hund zuverlässig ruhig bleibt. Außerdem sollte die Stelle, die geröntgt werden soll, gut erreichbar sein und der Hund sollte in der Position nicht unter Schmerzen leiden. Ob mit oder ohne Narkose geröntgt wird, entscheidet der Tierarzt. Dabei spielen zudem die Größe und der Gemütszustand eine Rolle sowie die Art der vom Tierarzt vermuteten Verletzung oder Erkrankung.

Muss die Röntgenuntersuchung unter Narkose durchgeführt werden, ist es wichtig, dass der Vierbeiner bei der Untersuchung nüchtern ist. Er darf also vorher nichts fressen, um Komplikationen während der Narkose zu minimieren. Die meisten Röntgenuntersuchungen werden dabei mittels Kurzzeitnarkose durchgeführt, um den Hund während des Röntgens ruhig zu stellen. Zudem muss der Hund u.U. auf ein spezielles Lagerungskissen gelegt werden. Die Wirkung dieser Narkose-Art lässt meist schon nach maximal zehn Minuten nach, da die gesamte Röntgenuntersuchung sehr schnell abläuft. Anschließend werden die Vitalwerte des Hundes geprüft, um sicherzustellen, dass Herz und Kreislauf in Ordnung sind. In manchen Fällen, beispielsweise bei der Untersuchung von Magen, Darm, Niere oder Blase, wird zusätzlich ein Kontrastmittel ins Maul eingegeben oder gespritzt, damit die möglichen Veränderungen besser zu erkennen sind.

Bei einigen Hunderassen kann es darüber hinaus vorkommen, dass der Tierarzt zusätzlich ein EKG (Elektrokardiogramm) erstellt. Hunde wie die Deutsche Dogge oder der Irische Wolfshund neigen zu Herzrhythmusstörungen, sodass man diese zusätzlich überwacht.

Wir empfehlen Dir auf jeden Fall, Deinen Liebling nach der Narkose etwas zu beobachten. Einige Hunde sind nach einer solchen Behandlung etwas erschöpft und brauchen besonders viel Ruhe.

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Beobachte Deinen Hund nach der Narkose etwas, um sicher zu sein, dass alles gut ist.

Wie funktioniert Röntgen beim Hund?

Der Hund wird mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Dafür darf der Hund vor der Untersuchung nichts fressen, da er für die Behandlung meist narkotisiert werden muss.

Diese Risiken und Nebenwirkungen gibt es beim Röntgen

Wie auch bei uns Menschen sollten Röntgenuntersuchungen nicht zu häufig zur Anwendung kommen, da die Röntgenstrahlung potenziell krebserregend sein kann. Daher ist es gut zu wissen, dass die Strahlendosis heute sehr gering ist und die Untersuchung nur gemacht wird, wenn der Tierarzt sie als notwendig erachtet. Der Einsatz von Kontrastmitteln wird unter Umständen von einigen Vierbeinern nicht gut vertragen. Dieses zeigt sich dann häufig durch Symptome wie Durchfall oder Erbrechen. Grundsätzlich gilt eine Röntgenuntersuchung beim Hund aber als risikoarm und bereitet in den seltensten Fällen Schmerzen.

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Das Röntgenverfahren beim Hund kann einige Risiken mit sich bringen.

Was kostet Röntgen beim Hund? Ein Kosten-Überblick

Eine Röntgenuntersuchung beim Tierarzt ist natürlich mit Kosten verbunden, die vom Hundehalter getragen werden müssen. Die genauen Kosten für Röntgenuntersuchung sind dabei in der Gebührenordnung für Tierärzte, kurz GOT, festgelegt. Diese Gebührenordnung ist bundesweit gültig und schreibt vor, welche Behandlung wie viel kosten darf. Konkret sehen die Kosten wie folgt aus:

Was wird gemacht?

 

Kostenpunkt/Gebühren
Durchleuchtung 25,65 €, bei höherem Zeitaufwand je 15 Minuten weitere 16 Euro
Erste & zweite Röntgenaufnahme je 32,07 €
Weitere Aufnahmen je 19,24 €
Ambulante Aufnahme (Zuschlag je Besuch) je 19,24 €
Untersuchung mit Kontrastmitteln 6,41 € – 64,14 € (abhängig von Methode)
Injektionsnarkose Grundpreis 17,18 €
Überwachung aller Vitalfunktionen Grundpreis 34,36 €

Die Gesamtkosten für die Narkose und die Tierarztbehandlung können dabei natürlich deutlich höher ausfallen. Hundehalter sollten auch nicht vergessen, dass es mit einem einzigen Tierarztbesuch oft nicht getan ist. Je nach Diagnose, Erkrankungen oder Verletzung kommen schnell weitere Ausgaben auf Frauchen und Herrchen zu.

Was kostet es, einen Hund zu röntgen?

Die genauen Kosten für eine Röntgenuntersuchung sind konkret in der Gebührenordnung für Tierärzte festgelegt. Die erste und zweite Aufnahme bei einer Untersuchung kosten je 32,07 €.

Krankenversicherung für den Hund lohnt sich

Als Hundebesitzer lohnt es sich eine Hundekrankenversicherung abzuschließen. Diese deckt die Kosten, wenn der Vierbeiner aus Krankheitsgründen geröntgt werden muss. Wenn der Besuch beim Tierarzt teuer wird, solltest Du am besten einen Komplettschutz haben. Die Hundekrankenversicherung von SantéVet deckt neben den bildgebenden Verfahren wie Röntgenuntersuchungen beim Hund noch eine ganze Reihe von weiteren Leistungen ab, die wir Dir nachfolgend auflisten.

Die Leistungen der SantéVet Hundekrankenversicherung im Überblick

Krankheit

  • Medikamente und Zubehör
  • Tierarztbehandlung ohne Höchstbetrag
  • Laboranalysen
  • Bildgebende Verfahren wie beispielsweise Röntgenuntersuchungen beim Hund.
  • Aktuellste Heilmethoden
  • Telemedizin
  • Alternativmedizin
  • Zahnsteinentfernung ab dem 3. Versicherungsjahr
  • Auslandsschutz für drei Monate

Operation

  • bei Krankheit & Unfall
  • Stationäre Aufenthalte ohne Tageslimit
  • Krankentransport
  • Folgebehandlungen

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