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Tierarztbesuch ohne Drama: Warum die richtige Vorbereitung alles ist

von Michelle Breitenfeld

Ein regelmäßiger Tierarztbesuch mit Hund ist für die Gesundheit des Vierbeiners wichtig. Damit die Untersuchung ohne Stress ablaufen kann, sollte der Hund an die Vorgänge in der Ordination gewöhnt sein. Am besten beginnt die Gewöhnung an den Tierarztbesuch für den Hund schon im Welpenalter. Alles über den Ablauf eines solchen Besuches erfährst du in diesem Artikel.

Die Terminplanung als wichtiger erster Schritt

Damit kein Zeitdruck entsteht, sollte immer vorab ein Termin in der Praxis vereinbart werden. Für die Untersuchung von Welpen und die Beratung des Hundebesitzers plant der Tierarzt einen längeren Termin ein, um den Hund kennenzulernen

Die erste Begegnung mit dem Tierarzt

Für den Welpen ist die ganze Umgebung noch neu und muss erst erkundet werden. Jetzt ist auch der passende Zeitpunkt für den ersten Besuch in der Tierarztpraxis. Wenn möglich, sollte vor dem Termin für die zweite Impfung und die Entwurmung ein gesonderter Termin in der Praxis vereinbart werden. Der erste Tierarztbesuch mit dem Hund erfolgt dann stressfrei. Der Hund lernt im Wartezimmer andere Haustiere kennen und kann sich mit den Gerüchen in der Praxis bekannt machen. Die Begegnung mit dem Tierarzt kann durch ein Leckerli positiv besetzt werden.

Der Tierarzt muss zum Freund des Hundes werden. Oft sorgt das aufgeregte Verhalten des Hundehalters dafür, dass sich der Hund beim Tierarzt unwohl fühlt. Der Tierarztbesuch sollte so angesehen werden, wie ein typischer Familienbesuch. Je weniger Änderungen im Alltag sind, desto wohler fühlt sich der Hund.

Michelle
Redakteurin bei ehorses

Vorsorge statt Sorge: Die optimale Taktik für Tierarztbesuche

Für die zweite Impfung und die Entwurmung sollte immer ein Tierarztbesuch mit dem Hund geplant werden. Bleibt der Welpe gesund, kommt er erst für die Auffrischungsimpfung nach einem Jahr wieder in die Tierarztpraxis. Dadurch können sich Probleme ergeben.

Nach der ersten Angstphase durchläuft der Welpe noch eine zweite Angstphase. In dieser Zeit begegnet er fremden Personen vorsichtig und misstrauisch. Wird zwischen dem fünften und neunten Lebensmonat kein Tierarztbesuch mit dem Hund durchgeführt, ist die Praxis dem Hund bei der Auffrischungsimpfung fremd. Er reagiert unsicher und nervös.

Werden immer wieder mit dem gesunden Hund Besuche in der Ordination gemacht und diese mit Belohnungen positiv verknüpft, gehört der Tierarztbesuch für den Hund zum normalen Alltag.

Ein kleiner Golden Retriever Welpe liegt entspannt auf dem grauen Boden eines modernen, hellen Wartezimmers beim Tierarzt. Der Welpe trägt ein pastellgrünes Halsband mit passender Leine und schnuppert an einem blau-gelben Spielzeug. Im Anschnitt links sitzt seine Besitzerin – eine junge Frau in einem hellen, glatten Pullover und einer grauen Hose –, die die Leine locker in der Hand hält. Im Hintergrund sind moderne Wartezimmerstühle in Blau- und Gelbtönen sowie ein heller Empfangsbereich mit Personen zu sehen.

Der richtige Umgang mit Aggression in der Praxis

Ist ein aggressives Verhalten des Hundes bereits bekannt, sollte der Tierarzt vor dem Besuch in der Praxis darüber informiert werden. Durch Vorsichtsmaßnahmen können Verletzungen vermieden werden. Der Hund sollte durch Training bereits an das Tragen eines Maulkorbs gewöhnt sein. Durch die richtige Erziehung und den Aufbau einer stabilen Vertrauensbasis kann aggressives Verhalten wieder abtrainiert werden.

Die richtige Vorbereitung

Damit sich der Welpe bei seinem Besuch in der Praxis nicht verunsichert fühlt, sollte er die wichtigsten Manipulationen bei einer Untersuchung bereits kennen.

Das passiert beim großen Check-up

Der Welpe wird gewogen und gemessen. Ohren, Mund, Zähne und Augen werden von dem Tierarzt untersucht. Lunge und Herz müssen abgehört werden. Nach dem Messen der inneren Körpertemperatur wird der Bauch abgetastet.

Das richtige Vorbereitungstraining

Bereits zu Hause kann der Welpe an die Manipulationen bei der Untersuchung gewöhnt werden. Der Hundehalter fasst bei gemeinsamen Kuschelstunden die Ohren an, zieht die Lippen leicht nach oben und legt seine Hände auf Brustkorb und Bauch des Hundes. Reagiert der Welpe unsicher, wird er mit etwas Futter oder einem Spielzeug abgelenkt. Lässt er sich die Handlungen gefallen, erhält er ein Leckerli und ein großes Lob.

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Das richtige Verhalten in der Tierarztpraxis

Idealerweise kennt der Welpe den Tierarzt und die Praxis bereits. Beim Tierarztbesuch mit dem Hund wird dieser bereits im Wartezimmer begrüßt und ohne Aufregung in den Untersuchungsraum gebracht. Sollte ein Maulkorb notwendig sein, muss dieser bereits im Warteraum angelegt werden. Der Hundebesitzer setzt seinen Hund auf den Untersuchungstisch. Reagiert dieser unsicher, sollte kein Mitleid gezeigt werden, um den Hund nicht noch weiter zu beunruhigen. Die Hände des Halters können während der Untersuchung auf dem Körper des Hundes liegen und ihm Sicherheit geben.

Während der Untersuchung durch den Tierarzt, spricht der Besitzer beruhigend auf den Hund ein. Nach Beendigung der Untersuchung erhält der Hund noch auf dem Untersuchungstisch ein Leckerli. Zukünftig wird er den Tisch nicht mehr fürchten, sondern entspannt auf sein Leckerli warten.

Unterstützung bei unangenehmen Behandlungen

Manchmal lassen sich schmerzhafte Behandlungen bei Erkrankungen nicht vermeiden. Am besten wird der Hund bei Injektionen durch Futter abgelenkt.

Der Weg ist das Ziel: Zu Fuß oder mit dem Auto zum Tierarzt?

Das Auto sollte nur bei längeren Anfahrtswegen genutzt werden. Bei einem Spaziergang setzt der Hund Harn und Kot ab. Der Tierarztbesuch mit dem Hund verläuft entspannter.

Die Kosten für einen Tierarztbesuch

Die Kosten sind abhängig von den notwendigen Behandlungen. Eine Krankenversicherung für Hunde hilft, unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Bei der Anschaffung eines Welpen sollten immer zu dem Kaufpreis die Kosten für weitere Impfungen und Entwurmungen eingerechnet werden.

Warum Schlafen im Anschluss die beste Medizin ist

Nach dem Tierarztbesuch benötigt der Hund Ruhe. Die Aufregung macht vor allem Welpen müde. Es sollten keine längeren Spaziergänge oder Spielstunden nach einem Tierarztbesuch mit dem Hund eingeplant werden. Zu Hause sollte der Hund die Gelegenheit erhalten, sich ungestört zurückzuziehen.

Fragen & Antworten

Die Kosten sind abhängig von der durchgeführten Behandlung. Eine Krankenversicherung für Hunde bietet eine Absicherung bei hohen Kosten.

Mindestens ein Mal im Jahr ist ein Check der Gesundheit bei Hunden notwendig.

Der Umgang mit dem Hund muss ruhig und bestimmt erfolgen. Der Welpe sollte nicht in die Praxis getragen werden, sondern selber hineinlaufen. Konsequent wird der Welpe auf den Tisch gesetzt. Die Untersuchung erfolgt unaufgeregt. Eventuell wird der Hund durch Futter abgelenkt.

Spätestens bei der zweiten Impfung und Entwurmung muss ein Tierarztbesuch mit dem Hund stattfinden. Lernt der Hund den Tierarzt und die Praxis schon vorher kennen, reagiert er später nicht verängstigt.

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