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NICO - oder das langsame Sterben der Hoffnung...

Inseratstyp: Biete
Inserats-ID: 3037949
Einstelldatum: 18.01.2026
Inseratsaufrufe: 22
Inserat gemerkt: 1
500 € Schutzgebühr
Tanja Schuchter
Hundehilfe Konstanz
78462 Konstanz
Deutschland
Aktiv seit: 07.06.2021
Tierheim/Tierschutz Tierheim / Tierschutz
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3037949
500 €
18.01.2026
Mischlingshunde
Mischling
Mischling
Rüde
4 Jahre
Bicolor
Deutschland
Klein (bis 40cm)
  • für Familien geeignet
  • für Hundeanfänger geeignet
  • verträglich mit anderen Hunden
  • kastriert/sterilisiert
  • geimpft (mind. Pflichtimpfungen)
  • entwurmt
  • gechipt
  • mit EU-Heimtierausweis
  • aus dem Tierheim
  • Tierschutzgesetz §11

Beschreibung

NICO

Nico ist ein Hund.
Einer der unzähligen rumänischen Shelterhunde.
Weg von der Straße, gerettet vor der Tötung, versorgt, aber
ohne ein " richtiges" Zuhause.
Niemandens Hund eben - einer von tausenden ...

Seine "Geschichte" ist eigentlich nichts Besonderes.
Ich hab so viele tolle, wunderschöne, mehr oder weniger freundliche Hunde gesehen während meines Aufenthalts in Rumänien.
Viele bleiben mir in Erinnerung und
für alle wünsche ich mir das bestmögliche Leben - ein Zuhause, Menschen, denen sie wichtig sind und die sich gut um sie kümmmern...
Keine Ahnung warum gerade Nico mich mehr berührt als alle anderen , aber genau so ist es .
Dieser Hund wird mich erst wieder ruhig schlafen lassen, wenn seine Geschichte zu einem Ende gekommen ist - so oder so...

NICOLAE ( NICO)
Rüde
Rasse: Mischling
Alter: geb.ca.08/22
Größe: 40 cm
Farbe: weiß-braun
Aufenthaltsort: Liana's Shelter, Domnesti, Rumänien

Nico fiel auf, unter all den Hunden in der Tötung von Breasta.
Die meisten der Fellnasen die dort landen, sind traumatisiert - die Begegnung mit den Hundefängern hinterlässt ihre Spuren -
oft auch äusserlich, aber fast immer auf der Seele.
Das Leben auf der Straße, das viele von ihnen geführt haben, ist hart und Breasta selbst einfach ein schrecklicher Ort.
Man sieht es vielen von ihnen an, das Entsetzen darüber, dort gelandet zu sein.
Manche zittern vor Angst, bellen oder heulen, versuchen sich zu verstecken oder wegzulaufen, andere sind wie gelähmt, völlig apathisch...
Und dann war da der kleine Nico ...
Der freundlichste Hund, den man sich nur vorstellen kann.
Wann immer jemand auch nur in die Nähe seines Zwingers kam, hüpfte er wie ein Gummi- Ball am Gitter auf und ab - mit wild wedelnder Rute und voller Hoffnung heraus gelassen zu werden.
Egal wie wenig Beachtung er bekam, oder wie grob er behandelt wurde - er blieb stets freundlich und fröhlich - und hörte nicht auf damit, nach vorne zu rennen und jeden Menschen zu begrüßen...
Soviel Lebensmut und Optimismus an so einem Ort zu sehen, rührte jeden, der die Videos von Nico sah, die eine Tierschützerin vorort gemacht und veröffentlicht hatte.
Der Süsse hatte Glück - er fand eine Patin, bekam einen Platz in der Hunde-Pension von Liana Vasian und konnte so Breasta tatsächlich lebend wieder verlassen....

So fing die Beschreibung von Nico an, als wir ihn vor drei Jahren aus der Tötung geholt haben.
Seit DREI JAHRE , sein ganzes Leben lang, sitzt er nun in einem Zwinger - und hatte nie auch nur eine Anfrage.
Da ist er natürlich beileibe nicht der Einzige - im Gegenteil...
Es gibt wahrscheinlich hunderte wie ihn - tolle Hunde, die nie gesehen werden, nie eine Chance bekommen ...
Aber diesen einen , " unseren" Nico , habe ich kennengelernt, bei meinem Besuch in Rumänien - und er ist mir so sehr unter die Haut gegangen und hat so sehr mein Herz erobert, dass von letzterem ein Teil da geblieben ist...

In den ersten Wochen und Monaten, nachdem er aus Breasta gekommen war, kam er voller Hoffnung und Freude an die Zwingertür gerannt und hüpfte wie ein Flummi an jedem Menschen hoch, der ins Shelter kam, um ihn und seine Hundekumpels zu füttern und sauber zu machen.
Nach und nach lies die Begeisterung immer mehr nach - und die Hoffnung von einem Menschen wahr- und mitgenommen zu werden erlosch wohl langsam aber sicher...
Nico wurde erwachsen, aber natürlich hatte niemand die Zeit mit ihm zu spielen, ihm irgendetwas beizubringen oder etwas mit ihm zu unternehmen - ab und zu eine kurze Streicheleinheit, und ab und zu eine Runde im Freilauf - das war alles was er bekommen konnte. Die Welt " da draußen" war ( und ist) für ihn unerreichbar.
Der zarte Rüde hatte es - zwangsläufig - hingenommen, dass ihm niemand Beachtung schenkt -
dass er sein Leben in einem Zwinger verbringen muss, allerdings nicht...
Er fing an im wahrsten Sinne des Wortes
" die Wände hoch zu gehen " indem er wie ein Äffchen am Gitter hoch kletterte.
Irgendwann entdeckte er ein Loch in der Zwinger-Decke durch das er schlüpfen konnte und von da hielt ihn nichts mehr .
Wann immer jemand ins Shelter kam,
traf er Nico draußen vor den Zwingern, oder irgendwo auf einem der Dächer an - so auch ich.
Wenn Octavian oder sein Mitarbeiter versuchten ihn einzufangen, kletterte oder rannte er blitzschnell davon - und verteidigte so seine " Freiheit".
Die hätte ich ihm von Herzen gegönnt, aber er war dabei immer in Gefahr, irgenwo hängen zu bleiben oder in einem Zwinger zu landen, in dem er nichts zu suchen hatte und von den dortigen "Bewohnern" verletzt oder gar getötet zu werden.
Das Loch in der Decke wurde geschlossen, aber Nico wollte absolut nicht mehr eingesperrt sein und versuchte alles, um irgengwie herauszukommen.
Er zwängte seinen Kopf durch das Gitter, verlor den Halt und erhängte sich fast.
Zum Glück haben wir ihn rechtzeitig gefunden und aus seiner misslichen Lage befreien können.
Um zu verhindern, dass der Klettermaxe sich irgendwann schwer verletzt - oder Schlimmeres - musste er schließlich aus dem großen ins kleine Shelter der Familie Vasian umziehen musste.
Dort sind eigentlich nur die Hunde untergebracht, die auf ihren Transport warten - oder wegen medizinischer Probleme unter Beobachtung sind -
aber die Zwinger dort haben keine Gitter - sondern Holzdecken und -Wände.
Nico war sichtlich am Boden zerstört, als er das entdeckte und saß mit hängendem Kopf, leise vor sich hin jammernd an der Tür.
Das " kleine Shelter " ist neben dem Haus und ich hörte den Süssen die ganze erste Nacht vor sich hin weinen.
Am nächsten Tag bekam er einen Windhund als "Mitbewohner " - das Weinen hörte daraufhin auf - die Traurigkeit nicht...
Als ich das erste Mal, mit Sicherheitsgeschirr und Leckerchen bewaffnet seinen Zwinger betrat, zog Nico sich sofort in seine Box zurück, quetschte sich dort in die hinterste Ecke wandte sich ab und zitterte wie Espenlaub.
Die Leckerchen blieben - das Geschirr und ich traten den Rückzug an.
Tags darauf bei meinem erneuten " Besuch " kam Nico kurz aus der Box um sich sein Leckerchen zu schnappen und verkroch sich dann wieder.
Kurz darauf schnappte Ganesh sich den wenig begeisterten Rüden, zog ihm das Geschirr an und legte ihn mir kurzerhand ihn die Arme.
Im Freilauf abgesetzt, rannte er sofort zum Gitter um daran hoch zu klettern.
Als die Leine ihn am weiterkommen hinderte ließ er sich fallen und biss wütend hinein.
Er drehte sich wie ein Verrückter im Kreis und versuchte sich irgendwie zu befreien.
Trotz seiner Angst und Verzweiflung, ließ er sich schließlich wieder von mir hochnehmen - ohne das kleinste Anzeichen von Gegenwehr oder gar Aggressivität.
Ich brachte ihn zurück in den Zwinger, setzte mich zu ihm, redete mit ihm und verfütterte meine restliche Wurst an ihn - ohne ihn zu berühren.
Als ich am nächsten Morgen zu ihm kam erwartete er mich schwanzwedelnd an der Tür.
Er hatte immer noch Angst, und trat erstmal den Rückzug an , aber ich konnte ihm das Geschirr anziehen und ihn auf den Platz hinaustragen, ohne dass er anfing zu zittern.
Was dann kam, war eine Überraschung - und zwar eine die mich so berührte dass meine Augen feucht wurden.
Anstatt wieder zum Gitter zu rennen, kletterte Nico an mir hoch, " umarmte " mein Bein und drückte seinen Kopf in meine Hand.
So standen wir für einige Minuten - ich ohne zu atmen...
Irgendwie war irgendein Bann gebrochen - Nico war immer noch nicht besonders glücklich über seine eingeschränkte Bewegungsfreiheit, und lief nach einem Ausgang suchend am Gitter entlang, aber er war und blieb dabei relativ ruhig .
Immer wieder kam er zu mir, um sich streicheln und kraulen zu lassen - und genoss die Streicheleinheiten offensichtlich sehr.
Wäre er eine Katze, hätte er wohl geschnurrt.
Jedes Mal wenn ich in seine Nähe kam, freute er sich mehr - und bat immer mehr um Zuwendung.
Er begann vorsichtig die Zeit im Freilauf zu genießen und schien aufzublühen - und das war für mich wunderschön und schrecklich zugleich...
Im Gegensatz zu Nico wusste ich ja, dass meine Zeit in Rumänien sehr begrenzt war und ich bald wieder weg sein würde...

Inzwischen bin ich wieder Zuhause.
Am Vormittag vor der Rückreise war ich nochmal mit Nico draußen - und hab' sein Fell nass geheult.
Als ich ihn wieder in seinen Zwinger zurückbrachte, sah er mich nicht mehr an - vielleicht habe ich es mir eingebildet, aber ich hatte das Gefühl, dass er wusste, dass es unser letzter " Ausflug " in den Freilauf war - und ich nicht zurückkommen würde.
Er wirkte irgendwie resigniert und ging langsam in seine Box - mit hängendem Kopf
Er ist nicht mehr herausgekommen.
Als ich mein Gepäck ins Auto lud und wegfuhr standen alle Hunde an ihren Zwingertüren - alle, außer Nico...
Ich hab' mich schrecklich gefühlt, als ich ihn da nicht hab' stehen sehen - und tu es immer noch.
Nico hatte angefangen zu vertrauen - zu hoffen - eigentlich erstaunlich schnell, wenn man bedenkt wie lange er schon auf eine Chance wartet...
ich hab' ihn dazu gebracht - aber wofür...?

Der Alltag hat mich wieder - und Nico begleitet mich auf Schritt und Tritt - zumindest in Gedanken und in meinem Herzen...

Er ist nur ein Hund...
einer von unzähligen rumänischen
Shelterhunden...

Für den Menschen, der den Text bis hierher gelesen, und sich genauso in Nico verliebt hat, wie ich:

Nico ist kastriert, gechipt ,geimpft , gesund und jederzeit ausreisebereit...

Ansprechpartner in Deutschland:
Tanja Schuchter
Hundehilfe Konstanz
(ASAMA Cazorla / Câini Români)
Tel./ WhatsApp: +4917651555797
E- Mail: [email protected]

Standort

78462 Konstanz
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