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Orbel - Wer entscheidet, dass das reicht?

Inseratstyp: Biete
Inserats-ID: 3205270
Einstelldatum: 04.11.2026
Inseratsaufrufe: 13
570 € Schutzgebühr
pro-canalba
pro-canalba e.V.
32278 Kirchlengern
Deutschland
Aktiv seit: 04.01.2018
Tierheim/Tierschutz Tierheim / Tierschutz
Anbieter kontaktieren

3205270
570 €
04.11.2026
Mischlingshunde
Mischling
Rüde
11 Monate
Cremefarben
Italien
Groß (über 60cm)
  • für Familien geeignet
  • nur für erfahrene Hundehalter
  • verträglich mit anderen Hunden
  • geimpft (mind. Pflichtimpfungen)
  • entwurmt
  • gechipt
  • mit EU-Heimtierausweis
  • aus dem Tierheim
  • Tierschutzgesetz §11

Beschreibung

Tierheim bei Rom -

Update November 2026 – Wer entscheidet, dass das reicht?

Man stelle sich vor, jemand fragt, ob es einem gut geht. Und ein anderer antwortet: Er bekommt zu essen. Er hat ein Dach über dem Kopf. Weglaufen kann er auch nicht.

Frage beantwortet? Bei einem Hund scheint diese Auskunft manchmal erstaunlich weit zu reichen. Untergebracht, gefüttert, am Leben. Dabei würde wohl niemand seinen eigenen Hund ansehen und sagen: Mehr brauchst du eigentlich nicht. Wie sind wir dann bei Orbel an diesen Punkt gekommen?

Er lebt in einem italienischen Hundelager, zusammen mit Oxen in einem Zwinger aus Beton. Sein Körper braucht Platz, Futter, Wasser und Versorgung. Orbel braucht darüber hinaus etwas, das sich schlechter in eine tägliche Routine pressen lässt: jemanden, der sich mit ihm beschäftigt. Der ihn kennenlernt. Der bemerkt, wann ihm etwas zu viel wird, und ihm Gelegenheit gibt, andere Erfahrungen zu machen. Dafür müsste sich jemand für diesen einen Hund interessieren. Im Lager tut das keiner. Die Hunde werden verwahrt, nicht gesehen.

Beim erneuten Besuch erleben unsere Tierschützer Orbel als ängstlich. Er weicht aus. Wird er berührt, legt er sich hin und zeigt keine erkennbare Reaktion darauf. Ein großer Hund mit 62 Zentimetern Schulterhöhe, der mit menschlicher Nähe wenig anfangen kann.

Und nun? Schreiben wir „ängstlich“ dazu und betrachten die Sache als Eigenschaft dieses Hundes? Das wäre bequem. Dann liegt das Problem bei Orbel. Er ist eben so. Aber ein Hund lernt Menschen nicht dadurch kennen, dass sie ihn ignorieren. Er braucht einen Menschen, der bei ihm bleibt, ihn beobachtet und ihm Raum lässt. Das kostet Mühe, und die macht sich dort niemand. Ein voller Napf und eine geschlossene Tür sind kein Ersatz dafür, sondern das Mindeste, und das nennt man dort Fürsorge.

Man möchte Orbel gern fragen, was ihm helfen würde. Weil er uns darauf keine Antwort geben kann, müssten wir umso genauer hinsehen. Ausweichen ist schließlich eine Antwort. Sie verdient Beachtung, auch wenn wir ihn doch nur streicheln möchten. Fürsorge kennt Orbel nicht. Schon das wäre neu: dass sein Unbehagen jemanden etwas angeht.

Was Orbel kann, weiß bisher niemand. Er hat nie die Gelegenheit gehabt, es zu zeigen. Er wurde gefüttert, gezählt und vergessen. Es hat schlicht nie jemand hingesehen. Das ändert sich mit einem Menschen, dem er nicht egal ist. Seine Entwicklung ist offen. Aber wer sich auf ihn einlässt, wird sie erleben.

Wir wünschen ihm jemanden, der neugierig auf ihn ist. Der sich über kleine Entdeckungen freut und ihn auch an Tagen gern hat, an denen nichts vorangeht. Einen Menschen, für den ein lebender Hund noch lange kein versorgter Hund ist. Für den zählt, wie es ihm geht.

Wenn Sie Orbel diesen Platz bieten können, sprechen Sie bitte mit seiner Vermittlerin. Futter im Napf. Wasser vorhanden. Tür geschlossen. Man kann dahinter überall einen Haken setzen. Aber wer entscheidet, dass das reicht? Nicht die Liste mit den Haken. Orbel.

Update Mai 2026 - Für Orbel ist es viel.

Die Tierschützer durften Orbel wieder besuchen. Und auch wenn sein kleiner Körper noch immer erzählt, wie fremd ihm Nähe ist, gab es einen leisen, wichtigen Moment: Orbel ist weiterhin scheu und unsicher, aber er ließ sich streicheln. Nicht freudig, nicht entspannt, noch nicht. Aber er blieb. Er versuchte nicht sich zu wehren. Er hielt diese Berührung aus, vielleicht, weil irgendwo in ihm ein winziger Anfang von Vertrauen wartet.

Für andere mag das wenig sein. Für Orbel ist es viel. Ein kleiner Schritt weg von der Wand, weg von der Angst, weg von dem Glauben, dass Menschen nur Bedrohung bedeuten. Jetzt braucht er Menschen, die genau solche kleinen Schritte sehen und ihm Zeit schenken. Denn Orbel ist noch nicht verloren.

Bitte schaut nicht weg. Orbel hat noch eine Chance, aber er braucht jemanden, der sie ihm gibt. Wer schenkt diesem kleinen Jungen eine Zukunft, Geduld und ein Zuhause?

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Acht kleine Leben und beinahe ebenso viele Versuche, ihnen einen kleinen Vorstellungstext zu schreiben, der zumindest ansatzweise beschreibt, wie ihre Tage und Nächte aussehen, seit sie auf dieser Welt sind. Wie tief muss man in den Abgrund schauen, um ermessen zu können, was passiert ist? Die Geschichte selbst ist, dass Orbel und seine Geschwister in die Finsternis der Hundehölle hineingeboren wurden … auf dem blanken Beton. Vielleicht suchen sie deshalb Schutz in den Ecken oder einfach an der nackten Wand …, weil sie eben nur diese Wand kennen. Sie haben keine, wenn auch manchmal noch so verschwommene, Erinnerung an eine Zeit vor dem Hundelager. Und mitanzusehen, wie sie immer wieder zu dieser Wand laufen, als würden sie von dort Hilfe erwarten oder eine Erklärung, ist kaum zu ertragen. Die Brüder (kürzlich getrennt von ihrer Mutter und den Schwestern) sind nun ganz allein hinter anderen Gittern und ohne das kleine bisschen Schutz, das ihre Mama ihnen hätte geben können. Sie wissen, dass sie nebenan ist, aber sie können sie nicht mehr sehen und ich frage mich, wie empathielos man sein muss, um unschuldigen Hundekindern DAS anzutun, ganz ohne Not.

Aber manchmal, für einen winzigen Moment, blitzt etwas auf. Ein kaum erkennbarer Blick oder ein halber Schritt nach vorne. Etwas, das beinahe wirkt wie: Vielleicht ist die Welt doch nicht nur so. - Aber sie sind so flüchtig, diese Momente. Und wenn niemand kommt, um sie festzuhalten, wenn niemand ihnen zeigt, dass es mehr gibt als diese Mauern, dann verschwinden sie wieder. Für immer. Dann werden aus acht kleinen Geschwistern acht Hunde, die nie gelernt haben zu leben, die nie gerannt sind ohne Angst und nie gespielt haben, ohne aufzuschrecken. Und dann wird aus dieser Angst ihr ganzes Leben werden.

Aber noch ist es nicht so weit und noch ist nichts verloren. Die Geschichte von Orbel, Olmo, Olyvia, Olrik, Orvin, Ovidia, Oxen und Ozira kann eine ganz eine andere werden. Aber die Zeit läuft. Denn wenn sie jetzt nicht gesehen werden, wenn niemand kommt, der ihnen zeigt, dass die Welt mehr ist als dieser vermaledeite Kerker, dann wird genau das ihr Leben bleiben. Dann werden sie nie erfahren, wie es ist, gerufen zu werden und zu kommen, ohne Angst haben zu müssen.

Wir suchen Menschen, die verstehen, dass diese Welpen nichts falsch gemacht haben …, dass sie nur am falschen Ort geboren wurden. Menschen, die nicht erwarten, dass diese kleinen Seelen sofort ankommen, sondern sie auf ihrem Weg zu begleiten wollen. Denn wir sind ganz sicher: Wenn man ihnen diese Chance gibt, werden aus diesen acht kleinen Leben, Hunde, die endlich leben dürfen.

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Orbel ist verunsichert. Er vermeidet Berührungen und auch Blicke. Er zieht sich zurück und möchte keinen Kontakt. Als wäre selbst das Gesehenwerden schon zu viel. Orbel braucht Menschen, die nichts von ihm verlangen und ihm möglichst gerade dadurch zeigen, dass er sich irgendwann keine Sorgen mehr machen muss.


Besuchen Sie Orbel auch auf unserer Homepage www.pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/unsere-hunde/hundebeschreibung/?hund=Orbel_9054

Weitere Informationen:
Alter: geb. 14.12.2025
Schulterhöhe: groß werdend (11/26 - 62 cm)
Kastriert: noch nicht
Krankheiten: keine bekannt, gechipt, geimpft
Schutzgebühr: 445 € + 125 € Transportkostenbeteiligung
Vermittlung: Bundesweit, A, CH
Aufenthaltsort: Italien
Organisation: pro-canalba e.V.
Ansprechpartner: Daniela Koenemann
eMail: daniela.koenemann@pro-canalba.eu
Telefon: 0176 - 24 63 36 19
Weitere Informationen
pro-canalba e.V. ist ein gemeinnütziger, deutscher Tierschutzverein.
Wir unterstützen mit unserer Arbeit ausschließlich Projekte in Europa, die nachhaltig die Lebensbedingungen der Tiere vor Ort verbessern.
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Am Wasserturm 89
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