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Sinnvolle Tierversicherung: Worauf Halter achten müssen

von Michelle Breitenfeld
Veröffentlicht: Letztes Update am

Anzeige: So viel Freude das Leben mit Hund oder Katze auch bringt, die Kosten im Alltag können die Begeisterung ein wenig trüben. Für viele Halterinnen und Halter ist es deshalb die Frage, ob es neben Futter, Spielzeug und Zubehör auch noch ein umfassender Versicherungsschutz für den Vierbeiner sein muss. Wir beleuchten in unserem Artikel, was sich wirklich für einen Abschluss anbietet und wo du dein Geld lieber anderweitig für deinen Liebling ausgeben kannst.

Guter Versicherungsschutz – eine individuelle Entscheidung

Ob sich der Abschluss tierischer Versicherungen für dich lohnt, hängt von einigen persönlichen Faktoren ab. Hierzu gehören Rasse und Gesundheit des Hundes. Ist die Hunderasse für bestimmte Krankheitsbilder bekannt oder droht wie bei großen Rassen, im Alter Probleme mit den Gelenken zu bekommen, ist der Abschluss der Tierkrankenversicherung für Hunde sinnvoll. So senkst du die Kosten für kommende Behandlungen und Operationen erheblich.

Bei kleineren Rassen, die weniger anfällig für klassische Krankheitsbilder sind, wirkt der Abschluss nicht so dringend, ist aber dennoch sinnvoll – Operationen und Behandlungen gehen genauso ins Geld wie bei großen Rassen. Beim Thema Tierhaftpflicht solltest du nicht nach Größe oder Rasse des Tieres gehen. Schließlich kann sich ein Chihuahua genauso von der Leine lösen und einen Unfall auslösen wie ein Neufundländer.

Worauf beim Abschluss der Versicherung achten?

Gute Versicherungsgesellschaften bieten gestaffelte Tarife an, die gesteigerte Anteile der Kostenübernahme für diverse Krankheitsbilder und Operationen bieten. Das Spektrum reicht oft von 70 % bis zu 90 %, eine komplette Kostenübernahme ist seltener. Beachte, dass es oft ein Jahreslimit gibt, genauso wie Vorsorgebudgets für Impfungen & Co., die separat von den sonstigen Kosten gerechnet werden.

Welche dieser Tarife individuell zu dir und deinem Vierbeinern passt, hängt letztlich von deinen Wünschen und finanziellen Möglichkeiten ab. Für eine höhere Sicherheit, nicht von unerwarteten Kosten überrascht zu werden, sind viele Tierhalter eher zur Zahlung eines höheren, fortlaufenden Beitrags bereit. Orientiere dich auch hier an den zu erwartenden Beschwerden und Krankheiten, die dein Hund im Rassevergleich erleiden könnte.

Leistungsspektrum der Tarife genau überprüfen

Nicht nur der Kostenfaktor, auch die konkret aufgeführten Leistungen der Gesellschaften sind vor dem Vertragsabschluss einen Blick wert. Ideal sind hier der Erstattung von tierärztlichen Behandlungen ohne einen Höchstbetrag sowie die stationäre Unterbringung des Tieres ohne ein Tageslimit. Diese Kosten können ohne Versicherungsschutz schnell Tausende von Euro erreichen. Hier ist es jedem Tierhalter zu gönnen, nicht aus Kostengründen eine schwere Entscheidung über Leben oder Tod treffen zu müssen.

Der Einsatz bildgebender Verfahren, die Nutzung von Alternativmedizin oder die Kostenübernahme für Folgebehandlungen sind weitere Leistungen, die in moderne Tarife hineingehören. Überlege hierbei konkret, welche Standard- und Sonderleistungen sinnvoll sind. Eine regelmäßige Zahnsteinentfernung im Laufe des Lebens kommt jedem Hund zugute. Die Kostenübernahme für Zahnersatz ist hingegen optional – oder hast du schon häufiger Hunde mit Kronen und Implantaten gesehen?

Ein Besitzer streichelt liebevoll seinen Hund in einem sonnigen Garten, während der Hund freudig zu ihm aufschaut.

Reicht ein Gesundheitsschutz aus?

Die Gesundheit deines Tieres ist der wichtigste Bereich, in dem du über einen Versicherungsschutz nachdenken solltest. Ähnlich sinnvoll ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Tierhalter. Im Regelfall sind Haustiere wie Hunde oder Katzen nicht in Standardverträgen zur Haftpflicht enthalten, eine individuelle Abklärung mit deinem Versicherer ist empfehlenswert.

Achte beim Abschluss der Haftpflichtversicherung ebenfalls auf hohe Versicherungssummen für Personen- und Sachschäden, die nichts mit der Größe des Tieres oder dessen potenzieller „Gefährlichkeit“ zu tun haben. Gerade kleine Hunde oder knabberfreudige Welpen können für die teuersten Schäden in fremden Haushalten verantwortlich sein.

Kläre zudem ab, dass die Betreuung durch den Hundesitter abgedeckt ist. Für den Haftpflichtschutz sollte zwar eine Aufsicht des Tieres gewährleistet sein, jedoch nicht zwingend auf den Versicherungsnehmer begrenzt. Kleintiere wie Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen brauchen keine eigene Haftpflichtversicherung – hier besteht Versicherungsschutz über die Privathaftpflicht.

Individuelle Fragen frühzeitig abklären

Der Markt an Tarifen und Versicherern ist groß, hierbei ist nicht jeder Tarif zwingend für den eigenen Vierbeiner geeignet. Umso wichtiger ist es, frühzeitig miteinander ins Gespräch zu kommen und deine konkreten Fragen vor dem Vertragsabschluss zu stellen. Welche Wartezeiten gibt es? Ist ein Selbstbehalt möglich und wie wirkt sich dieser auf die fortlaufenden Beiträge aus?

Mit klaren Antworten auf diese Fragen und einem guten Kundenservice hinterlässt ein Versicherer im Idealfall den besten Eindruck bei dir und animiert dazu, sich für einen Vertragsabschluss zu entscheiden. Dies gilt umso mehr für die später anfallenden Kostenerstattungen, die nach einer Rechnungsvorlage unverzüglich erfolgen sollte.

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