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Zweite Chance, erste Wahl: 5 Gründe für einen Hund aus dem Tierschutz

von Michelle Breitenfeld

Die Entscheidung für einen Hund ist gefallen, doch die Frage bleibt: Züchter oder Tierschutz? Während manche am „Überraschungspaket“ Tierheimhund zweifeln, sind sich erfahrene Adoptanten einig: Es gibt kaum etwas Erfüllenderes. Wir räumen mit Vorurteilen auf und zeigen dir 5 Gründe, warum ein Hund aus dem Tierschutz dein Leben bereichern wird.

Grund 1

Du schenkst eine echte (zweite) Chance

Viele Hunde, die im Tierheim auf ein Herrchen warten, waren bereits in einer Familie und wurden aus den verschiedensten Gründen abgegeben. Es kann also durchaus sein, dass der Hund genauso einfach zu handhaben ist, wie ein Rassewelpe, der in der Familie groß geworden ist. Andere Hund wurden schon im Tierheim oder auf der Straße geboren und haben nie eine Chance bekommen. Viele Menschen werden überrascht sein, wie deutlich ein Tierschutzhund seine Dankbarkeit zeigt. 

Grundsätzlich ist es egal, ob es für den Hund die erste oder die zweite Chance ist. Die Hauptsache ist, dass er eine bekommt! Auch ein Hund mit schwerem Schicksal ist in den meisten Fällen vollständig zu rehabilitieren, wenn er eine zweite Chance bekommt.

Grund 2

Vielfalt ohne Grenzen: Im Tierheim wird jeder fündig

Tierheime in Deutschland und im europäischen Ausland sind leider oft überfüllt. Doch genau das bedeutet für dich eine enorme Auswahl an Charakteren, Größen und Temperamenten. Ob du einen kleinen Begleiter für die Wohnung oder einen robusten, lauffreudigen Partner für lange Ausritte suchst: Die Vielfalt ist riesig. Es tummeln sich die interessantesten Charaktere in den Zwingern und für jede Persönlichkeit und für jeden Lebensstil wird sich ein Vierbeiner finden.

Besonders Mischlinge sind oft wahre Überraschungspakete mit faszinierenden Fähigkeiten. Obwohl immer gesagt wird, dass Zuchthunde in ihrem Wesen besser einzuschätzen sind, zeigt sich in der Praxis, dass die meistenMischlingshunde gute Wesenszüge haben. Wer einen Rassewelpen kauft, kann sich zwar über die Eigenschaften der Rasse informieren, nicht aber über die Eigenschaften des einzelnen Hundes. Das ist im Tierheim und auch bei einem Tierschutzhund aus dem Ausland anders, denn das Wesen dieser Hunde, ihr Charakter und ihr Temperament sind bekannt.

Ein braun-weißer, drahthaariger Mischlingshund liegt in einem Tierheim-Zwinger auf dem grauen Betonboden. Er hat seinen Kopf auf die Vorderpfoten gebettet und blickt direkt durch die Metallgitterstäbe der Käfigtür nach vorne. Im Hintergrund des Zwingers liegt eine helle Decke, und rechts daneben ist ein Edelstahlnapf in einem angrenzenden Abteil zu sehen.
Grund 3

Du rettest nicht nur ein Leben!

Wenn du einen Hund adoptierst, löst du eine wunderbare Kettenreaktion aus. Da die Kapazitäten in den Heimen fast immer am Limit sind, bedeutet jede Vermittlung, dass gleichzeitig ein Platz für einen Hund frei wird , der nicht aufgenommen werden konnte.

Natürlich kannst du denken, einen Hund zu adoptieren, wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Letztendlich ist es aber immer noch besser, ein Leben zu retten, als keines. Hinzu kommt, dass sich das Problem der Überfüllung in den Tierheimen nur durch ein generelles Umdenken lösen kann.

Punkt für das Gewissen: Du veränderst nicht die ganze Welt, wenn du einen Hund rettest aber für diesen einen Hund ändert sich die ganze Welt. Gleichzeitig unterstützt du ein System, das sich aktiv gegen Tierleid einsetzt.

Quick-Check vor der Adoption:

  • Anforderungsprofil: Aktivhund oder Couch-Potato?
  • Zeitmanagement: Passt ein (evtl. untrainierter) Hund in meinen Alltag?
  • Vermieter-Go: Erlaubnis schriftlich eingeholt?
  • Kennenlern-Phase: Zeit für mehrere Besuche im Heim eingeplant?
Grund 4

Dankbarkeit, die man spüren kann

Tierheime sind wichtige Institutionen, die die Hunde vor einem schlimmeren Schicksal bewahren. Doch ein ruhiges soziales Umfeld in einer sich kümmernden Familie wird für einen Hund immer die beste Option sein. Dafür ist er dir für immer dankbar! Jeder, der einen Tierschutzhund bei sich aufgenommen hat, wird dir von diesem speziellen Blick berichten, wenn der Hund merkt, dass er nun sicher ist. 

Wir Menschen denken oft, dass sich Hunde im Zusammensein mit anderen Hunden wohler fühlen würden, als mit uns Menschen. Das ist nicht so. Die meisten Hunde werden sich in einem Umfeld, das nur ihnen gehört am wohlsten fühlen. Hast du gewusst, dass es sogar Hunde gibt, die eifersüchtig sind, wenn Herrchen oder Frauchen sich anderen Hunden oder Tieren zuwenden? Das wäre nicht der Fall, wenn es dem Hund egal wäre, ob er eine Familie hat oder nicht. Ein ruhiges Zuhause und eine feste Bezugsperson sind für einen Hund das Größte.

Grund 5

Vorurteile abbauen: Gehe als Vorbild voran

Tierheimhunden wird oft ein schwieriger Charakter oder ein schlechtes Verhalten unterstellt. In den meisten Fällen muss man sich die Vorgeschichte der Tiere anschauen, bis einem bewusst wird, was den Hund zu dem gemacht hat, was er ist. Denn Oft ist nicht der Hund das Problem, sondern die fehlende Führung im vorherigen Zuhause.

Du kannst mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass nicht der Hund für sein Verhalten verantwortlich ist, sondern dass der Besitzer den Unterschied ausmacht. Es kann sehr erstaunlich sein, wie unterschiedlich sich Hunde mit unterschiedlichen Besitzern verhalten. Hunde reagieren in erster Linie auf die Energie, die ein anderes Lebewesen ausstrahlt. Daher kann es gut sein, dass sie sich ruhig und ausgeglichen verhalten, wenn ihr Mensch mit sich selbst im Reinen ist. Ein ausgeglichener Besitzer sorgt oft für einen ausgeglichenen Hund – egal, woher er kommt.

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Fragen & Antworten

Der wichtigste Grund für einen Tierschutzhund ist die Hilfe für ein in Not geratenes Tier. Zudem ist die Auswahl von in Not geratenen Tieren im Tierheim groß.

Der Hund aus dem Tierschutz sollte ideal zu dir passen. Du solltest dir daher Zeit nehmen, die Hunde zunächst ausgiebig kennen zu lernen und ganz besonders auf das Wesen des Hundes schauen, weniger auf das Aussehen.

Für einen Hund aus dem Tierschutz wird ausschließlich eine Schutzgebühr fällig, die um einiges niedriger ist als die Preise für einen Rassewelpen.

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