Während der Konflikt im benachbarten Iran die Region in Atem hält, spielt sich in den Straßen von Dubai eine stille Tragödie ab. Tierschützer schlagen Alarm: Zahlreiche Menschen, die das Land aufgrund der unsicheren Lage fluchtartig verlassen, lassen ihre Hunde und Katzen einfach zurück.
Überfüllte Tierheime und grausame Funde
Die Berichte aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind erschütternd. Freiwillige Helfer berichten von Hunderten Social-Media-Posts, die an Pfosten angebundene Hunde oder auf der Straße ausgesetzte Rassekatzen zeigen. Die Organisation „K9 Friends“ teilte mit, man sei „überwältigt von der Anzahl an Anrufen“ zu zurückgelassenen Tieren.
Besonders schockierend: Laut Tierärzten vor Ort nehmen sogar die Anfragen zu, gesunde Haustiere einschläfern zu lassen, weil die Besitzer den logistischen Aufwand eines Tiertransports in die Heimat scheuen.
Hilfsangebote werden ignoriert – Kosten als Hürde
Ein Teil des Problems sind die enormen Kosten, die für einen internationalen Tiertransport anfallen. Je nach Zielort und Fluggesellschaft können diese Summen in den vierstelligen Bereich steigen. Dennoch verurteilen Tierschutzorganisationen wie „War Paws“ oder die Tierpension „The Barking Lot“ das Verhalten scharf.
Obwohl die Organisationen versuchen, so flexibel wie möglich zu reagieren und logistische Hilfestellungen für den Export der Tiere anbieten, reicht die Kapazität der Heime bei weitem nicht aus. Dass Tiere, die jahrelang Familienmitglieder waren, in einer Krisensituation wie Müll entsorgt werden, sorgt weltweit für Entsetzen. Der Appell der Helfer bleibt dringlich: Wer das Land verlässt, muss Verantwortung übernehmen.
Quelle: Hamburger Abendblatt







