Der neue Jahresreport von VIER PFOTEN zeigt: Der illegale Welpenhandel in Deutschland floriert – vor allem über Onlineplattformen. Bayern bleibt Hotspot des grausamen Geschäfts mit viel zu jungen Tieren.
Illegaler Welpenhandel in Deutschland: VIER PFOTEN schlägt Alarm
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat ihren aktuellen Report zum illegalen Welpenhandel in Deutschland veröffentlicht – mit erschreckenden Zahlen: Im Jahr 2025 wurden insgesamt 737 Tiere sichergestellt, darunter 631 Hunde und 106 Katzen. Die Fälle wurden aus Medienberichten, Hinweisen über das VIER PFOTEN Meldetool sowie eigenen Einsätzen der Organisation erfasst.
Das perfide Geschäft mit schutzlosen Jungtieren
Oftmals werden die Tiere unter katastrophalen Bedingungen viel zu früh von ihren Müttern getrennt. Als illegal gelten insbesondere Welpen, die jünger als 15 Wochen, ohne gültige Papiere oder Impfungen aus dem Ausland eingeführt werden. Die Tiere werden meist über Onlineplattformen und soziale Medien angeboten – anonym, schnell und kaum kontrollierbar.
Bayern trauriger Spitzenreiter
Besonders betroffen ist Bayern, wo 33 von insgesamt 81 dokumentierten Sicherstellungen stattfanden – das sind rund 41 Prozent aller Fälle. Auf den weiteren Plätzen folgen Nordrhein-Westfalen mit zehn und Baden-Württemberg mit neun Fällen. Diese Zahlen machen deutlich, dass bestimmte Bundesländer offenbar besonders stark ins Visier der Welpenhändler geraten.
Trend-Rassen bei Hund und Katze
Im Fokus des illegalen Handels stehen weiterhin trendige Rassen: Bei Hunden sind Pudel und Pudelmixe, Pomeranian und Dackel besonders betroffen. Bei Katzen zeigen sich ähnliche Muster: Vor allem Scottish Fold (bekannt für ihre geknickten Ohren) und Britisch Kurzhaar werden illegal gehandelt, trotz bekannter Gesundheitsprobleme aufgrund sogenannter Qualzucht.
Handelsrouten: Osteuropa als Ursprung, Deutschland als Ziel
Die Mehrheit der sichergestellten Tiere stammte 2025 aus Rumänien (83 Tiere), Moldawien (61) und Polen (59). In über 85 Prozent der Fälle wurde Deutschland dabei nicht als Transit-, sondern als Zielland identifiziert. Die Tiere werden hierzulande gewinnbringend verkauft, oft an unwissende Käuferinnen und Käufer, die über die wahre Herkunft im Dunkeln gelassen werden.
Onlinehandel als Hauptumschlagplatz
Die Zahl der über das Meldetool von VIER PFOTEN gemeldeten Verdachtsfälle stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um über 10 Prozent. Zwei Drittel dieser Meldungen betrafen den Onlinehandel – das zeigt, wie wichtig verbindliche Regeln und strengere Kontrollen für den Onlineverkauf von Tieren sind.
Appell an alle Tierfreunde
VIER PFOTEN ruft dringend dazu auf, keine Tiere über unkontrollierte Onlineanzeigen oder soziale Medien zu kaufen. Stattdessen sollten Interessierte auf seriöse Tierschutzorganisationen oder eingetragene Züchter setzen. Denn: Wer auf dubiosen Plattformen kauft, unterstützt oft unwissentlich Tierleid und kriminelle Strukturen.
Übrigens: edogs setzt bereits ein starkes Zeichen für den Tierschutz
Als verantwortungsvoller Vermittlungshilfe hat edogs bereits zum 01. Juni 2025 neue Inseratsrichtlinien eingeführt: Seitdem dürfen nur noch VDH-/FCI-anerkannte Züchter, Tierheime und Tierschutzvereine Welpen inserieren. Damit zeigen wir klare Haltung gegen illegalen Welpenhandel und stellen das Tierwohl konsequent in den Mittelpunkt.
Mehr hierzu kannst du hier nachlesen:
Quelle: VIER PFOTEN Report, www.scharf-links.de

