Home NewsBestätigter Tollwutfall in Rheinland-Pfalz: Illegaler Import aus Russland

Bestätigter Tollwutfall in Rheinland-Pfalz: Illegaler Import aus Russland

von Michelle Breitenfeld

Ein tragischer Vorfall in Hochdorf-Assenheim sorgt aktuell für Alarmbereitschaft bei Behörden und Tierschützern. Bei einem verstorbenen Hund wurde die gefährliche Tollwut-Infektion nachgewiesen. Da Deutschland eigentlich seit 2008 als tollwutfrei gilt, rückt dieser Fall das Problem des illegalen Welpenhandels erneut in den Fokus.

Gefälschte Papiere und illegale Einfuhr

Der betroffene Hund stammte ursprünglich aus Russland und wurde über eine Internetplattform vermittelt. Obwohl die Begleitpapiere eine gültige Tollwutimpfung und ein Alter von acht Monaten auswiesen, ergaben Untersuchungen nach dem Tod des Tieres ein anderes Bild. Der Hund war deutlich jünger als angegeben, womit die strengen Einfuhrbestimmungen der EU nicht erfüllt waren. Die Behörden stufen den Import daher als illegal ein. Die Kriminalpolizei hat bereits Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tiergesundheitsgesetz aufgenommen.

PETA warnt vor mafiösen Strukturen

Die Tierschutzorganisation PETA nimmt den aktuellen Fall zum Anlass, um vor den Gefahren des unkontrollierten Tierhandels zu warnen. Oft werden Tiere aus Tollwut-Risikogebieten mit gefälschten Dokumenten nach Deutschland gebracht. Fachreferent Peter Höffken betont, dass solche illegalen Netzwerke nicht nur das Leid der Tiere fördern, sondern auch eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Tollwut verläuft ohne rechtzeitige Behandlung auch für Menschen fast immer tödlich.

Empfehlungen für Tierhalter

Um solche Risiken zu minimieren, sollten Interessenten Tiere ausschließlich über seriöse Tierschutzvereine oder örtliche Tierheime adoptieren. Zudem wird allen Hunde- und Katzenbesitzern dringend dazu geraten, den Impfschutz ihrer eigenen Tiere regelmäßig durch einen Tierarzt überprüfen und aktuell halten zu lassen. Eine lückenlose Impfhistorie ist der beste Schutz gegen eine Wiedereinschleppung des Virus.

Ein starkes Signal: Die neuen Inseratsrichtlinien auf edogs.de

Der aktuelle Tollwutfall unterstreicht die Notwendigkeit strenger Kontrollen, wie sie edogs bereits mit seinen neuen Richtlinien umsetzt. Seit dem 01. Juni 2025 dürfen auf edogs.de Welpen nur noch von VDH-/FCI-anerkannten Züchtern, Tierheimen und Tierschutzvereinen inseriert werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, unseriösen Anbietern und dem illegalen Welpenhandel die Plattform zu entziehen. PETA lobt diesen Schritt als entscheidendes Zeichen für den Tierschutz. 

Mehr hierzu erfährst du hier:

Dein direkter Draht zur Hundewelt!

Mit unserem Newsletter für Hundebegeisterte.

Schreibe einen Kommentar

* Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden.