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Eigenschaften und Verwendung von Norbottenspitzen

Norbottenspitze sind aktiv, intelligent, aufmerksam, ausdauernd und mutig. Ursprünglich sollte er Haus und Hof bewachen. Zuverlässig verbellt er jeden Eindringling sofort, wird dabei aber nicht aggressiv. In seinem Element ist der Norrbottenspitz, wenn er als Gehilfe bei der Jagd auf Kleintiere und Vögel dabei sein darf. Eifrig durchstöbert er das Unterholz und zeigt seinem Jäger durch lautes Bellen die Beute an.

Herkunft und Geschichte der Norbottenspitze

Wahrscheinlich stammt der Norrbottenspitz von kleineren Spitzen des Laika Typs ab. Schon zu Urzeiten zogen sie mit Jägern in der Gegend des Nordkaps umher. Die Jagd nach Nahrungsmitteln und Fellen war in dieser rauen Umgebung überlebenswichtig. Das raue Klima prägte den Hund. Sein kurzes Fell mit der dichten Unterwolle schützte ihn vor Kälte und Nässe. Er lernte Wild aufzuspüren und zu stellen. Erste Bauernhöfe und kleine Siedlungen entstanden. Damit bekam der Norrbottenspitz weitere Aufgaben. Schnell stellte sich heraus, dass die Hunde mit ihrer Wachsamkeit Haus und Hof gut beschützen konnten.

Felle waren in Skandinavien die Hauptwährung. Die Jagd war ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Das änderte sich nach dem 2. Weltkrieg. Plötzlich waren Felle nicht mehr gefragt, der Handel damit brach zusammen. Mit dem Rückgang der Jagd ging auch die Anzahl der Norrbottenspitze zurück. Um 1948 galten sie als ausgestorben. Erst in den 1960er Jahren fanden Züchter noch ein paar Hunde dieser alten Rasse. Im Inneren von Nord Bothnien gab es noch einige Hunde, die dem Rassetyp entsprachen. Mit ihnen begannen sie, die Zucht wieder neu aufzubauen. So konnte im Jahr 1967 der Norrbottenspitz wieder in das Zuchtbuch aufgenommen werden. Gleichzeitig wurde ein neuer Rassestandard verfasst. Der Norrbottenspitz ist heute eine Liebhaberrasse. Es gibt nur wenige Exemplare, die hauptsächlich in Schweden leben. In Deutschland ist die Rasse fast unbekannt.

Besonderheiten und Wissenswertes

Der Norrbottenspitz hat ein aufgewecktes, freundliches Wesen. Den Ursprüngen seiner Rasse entsprechend ist er robust, selbstständig und bellt viel. Er liebt es, in der Gegend herumzustreunen. Niedrige Zäune sind kein Hindernis für ihn. Erst ab einer Zaunhöhe von 1,80 bis 2,00 m ist ein Norrbottenspitz sicher eingezäunt. Der Hund hat einen erheblichen Bewegungsdrang und braucht einen großen Hof und täglich ausgedehnte Spaziergänge. Für eine Zwingerhaltung oder die Haltung in einer Stadtwohnung ist er nicht geeignet. Als Begleiter zum Joggen oder Radfahren ist er ideal. Den Vierbeiner im Gelände nie aus den Augen lassen. Er entfernt sich sonst extrem weit von seinem Menschen. Das kann gefährlich werden, falls er dabei Straßen überquert.

Um seine Aktivität in eine sinnvolle Richtung zu lenken, bietet sich Hundesport an. Norrbottenspitze lernen gern und schnell. Ein Bewegungssport, wie Agility oder Turnierhundesport, würde dem Wesen des Spitzes entgegenkommen. Gute Voraussetzungen bringt er als Jagdhund für das Fährten oder Mantrailing mit. Weitere Möglichkeiten sind Obedience oder eine der zahlreichen anderen Hundesportarten. Denkbar wäre ebenfalls eine Ausbildung als Rettungshund. Im eigenen Garten bieten Suchspiele oder das Erlernen kleiner Tricks willkommene Abwechslung.

Ein Norrbottenspitz braucht eine konsequente, aber liebevolle Erziehung. Am besten ist es, wenn man schon im Welpenalter damit beginnt. Dann wird aus dem quirligen Jungspund schnell ein liebenswertes Familienmitglied. Wichtig für den Norrbottenspitz ist ein enger Kontakt zu seinen Menschen. Fremden gegenüber ist er vorsichtig. Merkt der Hund, dass von einem Menschen oder einem Tier eine Gefahr ausgeht, stellt er sich jeder Gefahr mutig entgegen. Selbst wenn der Gegner körperlich größer ist als er. Das Zusammenleben mit anderen Hunden ist kein Problem. Schwierig wird es, wenn im Haushalt Katzen, Hühner oder andere Kleintiere gehalten werden. Der Norrbottenspitz ist zu sehr Jagdhund, um dem widerstehen zu können. Norrbottenspitze wurden als Baumbeller gezüchtet. Sie stöbern Vögel (Auerhühner) auf und verbellen sie, wenn sie sich auf einen Baum setzen. Der Vogel wird abgelenkt und der Jäger hört, wo sich die Beute befindet und kann sich anschleichen.

Häufige Fragen und Antworten

Hier beantworten wir Dir die häufigsten Fragen zum Norrbottenspitz.

Wie viel kostet ein Norrbottenspitz?

Halter, die einen gesunden Norrbottenspitz besitzen, der den Rassestandards des FCI entspricht, können sicherlich leicht Geld mit dem Hund verdienen. In ganz Europa suchen Züchter passende Deckrüden um eine artgerechte Zucht erzielen zu können. Unter 1500 Euro werden künftige Halter bei Welpen nicht fündig werden. Unter diesem Betrag kann von einem unseriösen Angebot ausgegangen werden. Selbst Preise bis zu 5000 Euro sind nicht außergewöhnlich. Kommen die Elterntiere der Welpen aus gesunden Arbeitslinien oder auch aus Show-Linien, steigt der Preis entsprechende.

Wie groß wird ein Norrbottenspitz?

Die Hündinnen dieser außergewöhnlichen Rasse sind in der Regel etwas kleiner als die Rüden und weisen eine Widerristhöhe von ca. 40 und 44 cm auf, wobei die Rüden eine Höhe von 43 und 47 cm erreichen können. Mit dem Gewicht der Hunde verhält es sich ähnlich. Die Hündinnen wiegen zwischen 9 und 10 kg und die Rüden zwischen 9 und 10 kg.

Ist der Norrbottenspitz ein Familienhund?

Ist der Norrbottenspitz ein Familienhund?

Woher kommt der Norrbottenspitz?

Der Norrbottenspitz stammt ursprünglich aus Schweden.

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