Eine verschmuste Tierrettungshündin
Mischlingshunde
Mischling, Hündin, 2 Jahre
Ich muss schweren Herzens ein neues Zuhause für meine Hündin suchen.
Ich habe Shanti am 10.01.2026 aus der Tierrettung in der Ukraine zu mir geholt. Sie ist etwas über ein Jahr alt.
Als blinder Welpe wurde sie auf einer Müllkippe gefunden. Die Tierrettung Animal Help Cherkassy hat sie gerettet, aufgenommen und mit der Pipette großgezogen. Ohne diese Menschen hätte sie keine Chance gehabt zu überleben.
Bis zu ihrem zweiten Lebensmonat wuchs Shanti mit Katzen auf – vielleicht ist sie genau deshalb so vorsichtig, feinfühlig und fast ein bisschen „katzenhaft“. Später kam sie in einen Zwinger zu anderen Hunden, wo sie es leider schwer hatte und oft unterdrückt wurde.
Shanti wurde zweimal adoptiert und beide Male nach kurzer Zeit wieder zurückgebracht – aus sehr unglücklichen Gründen. Einmal, weil man ihr nicht genug Zeit zum Ankommen gegeben hat, das zweite Mal, weil es mit der Katze nicht funktioniert hat.
Sie ist eine unglaublich kluge, sensible und dankbare Hündin. Man merkt, dass sie ständig versucht, alles richtig zu machen – fast so, als hätte sie Angst, wieder gehen zu müssen.
Sie ist sehr verschmust, liebevoll und trägt ein riesiges Herz in ihrem kleinen Körper. Eine Seele, die viel erlebt hat und sich trotzdem ihre Sanftheit bewahrt hat.
Anfangs ist Shanti noch ängstlich, besonders bei lauten Geräuschen oder schnellen Bewegungen. Wenn sie sich aber sicher fühlt, kommt ihr Spieltrieb zum Vorschein. Sie spielt sehr gerne, möchte ausgelastet werden und genießt danach umso mehr die Nähe – am liebsten auf dem Schoß, mit vielen Streicheleinheiten.
Ein Zuhause mit Garten wäre ideal. Draußen in ruhiger Umgebung, auf Feldern oder in der Natur, geht sie sehr gerne spazieren. In der Stadt hat sie noch Angst, macht aber täglich Fortschritte.
Shanti lernt extrem schnell, testet aber auch gerne ihre Grenzen. Sie braucht Menschen mit Geduld, Einfühlungsvermögen und Verständnis für ihre Geschichte. Schon am ersten Tag hat sie verstanden, dass sie draußen ihr Geschäft erledigt, und am zweiten Tag konnte sie bereits Sitz, Platz und Pfote.
Wenn sie nicht genug ausgelastet ist, sucht sie sich manchmal Dinge zum Knabbern, die auch gefährlich sein könnten. Deshalb lasse ich sie nicht unbeaufsichtigt. Wenn ich außer Haus bin oder nachts schlafe, bleibt Shanti in ihrer Box. Das kennt sie, sie geht freiwillig hinein und bleibt ruhig.
Mit Frauen fasst sie sehr schnell Vertrauen. Bei Männern braucht sie mehr Zeit – sie zieht sich zurück oder knurrt aus Unsicherheit. Aggression ist dabei null vorhanden, es ist reine Angst.
Ich befinde mich aktuell in einer Phase des Umbruchs, bin auf Arbeits- und Wohnungssuche und kann Shanti in dieser instabilen Zeit leider nicht die Sicherheit geben, die sie braucht. Deshalb suche ich für sie ein liebevolles, geduldiges Zuhause.
Mir ist es sehr wichtig, in Kontakt zu bleiben und zu sehen, wie es ihr geht – auch weil die Tierrettung regelmäßig nachfragt. Ich wünsche mir von Herzen, dass Shanti endlich ankommt, bedingungslos geliebt wird und Menschen findet, die Zeit und Verständnis für sie haben.
Sollte es wider Erwarten nicht passen, würde ich Shanti jederzeit wieder aufnehmen, sobald sich mein Leben etwas stabilisiert hat.
Und ganz wichtig: Shanti ist unfassbar – wirklich unfassbar – flauschig.