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Tierheimhunde

In Deutschland vereinen sich unter dem Deutschen Tierschutzbund circa 520 Tierheime und über 740 Tierschutzvereine, die Hunden in Not die Chance auf ein neues Zuhause bieten wollen. Die Einrichtungen werden in den meisten Fällen von den Kommunen betrieben oder sind gemeinnützige Organisationen, die darum kämpfen, jedem Hund ein warmes Hundebett, ausreichend Futter und tierärztliche Betreuung zu bieten. In den Tierheimen finden sich vom Hundewelpen bis zum vierbeinigen Rentner alle Vertreter sowohl von Rassehunden als auch von Mischlingen. Manchmal wurden sie aus nicht artgerechter Haltung befreit oder von ihrem Vorbesitzer ausgesetzt beziehungsweise aus anderen Gründen abgegeben. Die Tierheime sind meistens überfüllt und können den einzelnen Hunden nicht gerecht werden, weil sich zu wenig Mitarbeiter um zu viele Vierbeiner kümmern muss. Immer wieder gerät ein Hund aus dem Tierheim in Vergessenheit und muss sein restliches Leben in einem trostlosen Zwinger der Tierheime verbringen.

Hund aus dem Tierheim oder Tierschutzverein?

Neben den unzähligen Hunden in den Tierheimen bieten eine Vielzahl von Tierschutzvereinen Vierbeinern von der Straße oder ohne Zuhause Unterschlupf. In den Vereinen kommen sie in die Obhut von verschiedenen Pflegestellen, wo die Fundtiere mit einem oder mehreren Artgenossen zusammenleben. Von hier aus findet die Vermittlung statt und die Hunde können sich langsam an das neue Leben mit Familienanschluss gewöhnen. Viele Tierschutzvereine kümmern sich hauptsächlich um Hunde in Not aus dem Ausland und bringen sie nach Deutschland. Hier haben sie größere Vermittlungschancen als in den Heimatländern wie Griechenland, Spanien oder Rumänien. In den südlichen Ländern sind die Zahlen von Straßenhunden weitaus höher und hier ist es immer noch üblich, dass Hunde getötet werden, wenn sie den Besitzern oder Bewohnern lästig werden. Da sich keiner um die Vierbeiner hier kümmert, kommt es zur unkontrollierten Vermehrung der Straßenhunde. Die Tierschutzorganisationen setzen sich dafür ein, dass die Tiere in den Ländern sowie die, die zur Vermittlung nach Deutschland reisen, kastriert werden. In den Pflegestellen lernen die Hunde oft das erste Mal das Leben mit Menschen kennen. Sie gewöhnen sich an ein warmes Hundebett, die Streicheleinheiten und lernen die ersten Kommandos. Um sicher zu gehen, dass die Hunde keine schwerwiegenden Erkrankungen haben, werden sie von den Pflegestellen bei einem Tierarzt vorgestellt.

Einen Hund aus dem Tierheim adoptieren

Über sechs Millionen Hunde warten in den deutschen Tierheimen auf ein neues Zuhause. Meistens sind diese Tiere überaus dankbar für ihre zweite Chance und es kann eine innige Bindung mit dem Besitzer entstehen. Viele Menschen haben aber große Bedenken einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren. Einerseits fürchten sie der Erfahrung, die vielen Zwinger zu begutachten und andererseits ist die Vorgeschichte des Hundes meist unbekannt, sei es schlechte Erfahrungen mit Menschen, Unfälle oder Wesenszüge des Hundes. Wenn Du einen Hund aus dem Tierheim oder einem Tierschutzverein adoptieren möchtest, wirst Du von den Mitarbeitern genauso befragt wie beim Hundezüchter. Sie möchten erfahren, ob Du bereits Erfahrungen mit Hunden hast, ob Du ausreichend Zeit für das Tier hast und Dir bewusst bist, das die Übernahme eines Vierbeiners eine große Verantwortung ist. Bei einem Kennenlernen mit dem Hund klären die Mitarbeiter Dich über die wichtigsten Eigenschafen des Hundes auf und ob er eventuell an Krankheiten leidet. Erst wenn die Pflegestelle oder Tierpfleger von Dir als neuer Halter überzeugt sind, stimmen sie einer Adoption zu. Schließlich ist für sie am wichtigsten, dass der Hund einen passendes Zuhause findet, in dem er geliebt wird und alt werden kann. Bei der Adoption eines Vierbeiners wird von den Tierheimen eine Schutzgebühr verlangt, die zwischen 200 und 500 Euro liegt. Mit dieser Gebühr sind aber meistens nicht mal die entstandenen Kosten für Futter, geschweige denn für Tierarztbesuche gedeckt. Wenn Du den Hund adoptierst, erhältst Du meistens einen Schutzvertrag, der regelt, welche Verpflichtungen Du mit der Übernahme des Tieres eingehst.

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