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Studie deckt auf: Ist Barfen gefährlich?

von Michelle Holtmeyer
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Eine neue Studie hat erforscht mit welchen Bakterien und Keimen in rohem Fleisch sich Hund und Mensch anstecken können. Es stellt sich die Frage: Kann die Fütterungsmethode Barfen für Mensch und Hund gefährlich sein?

Das BARFen liegt aktuell absolut im Trend bei Hundebesitzern. Bei dieser Fütterungsmethode wird eine naturnahe Fütterung des Hundes angestrebt. Hundebesitzer füttern rohe Futtermittel, um der ursprünglichen Ernährung eines Wolfes nahe zu kommen. Dabei wird rohes Fleisch, Knochen und Innereien gefüttert. Viele Hundebesitzer nutzen diese Methode, da das industriell gefertigte Hundefutter immer mehr in Verruf gerät.

Studie – Kann Barfen gefährlich sein?

Nun hat eine Studie aus der Universität Lissabon ergeben: Barfen kann für Mensch und Hund gefährlich sein. In der Studie wurden in 70 Haushalten die Hunde und ihre Besitzer untersucht auf Bakterien. Die Forscher haben getestet, ob Hund und Mensch ein Gen in den Bakterien in sich tragen, das gegen das Antibiotikum Colistin resistent ist. Das Ergebnis: Bei drei Menschen und zwei Hunden wurde das Gen gefunden. Bei ihnen wirkt somit das Antibiotikum nicht.

Bei einer weiteren Studie wurde dann herausgefunden, woher diese multiresistenten Bakterien stammen. Dabei wurde Nass-, Trockenfutter und Rohfleisch untersucht. Das eindeutige Ergebnis war, dass in jedem Rohfutterprodukt das multiresistente Bakterium vorhanden war.

Die Forscher erklärten: „Unsere Studie zeigt, dass rohgefrorene Futtermittel für Hunde Enterokokken tragen, die antibiotikaresistent sind. Darunter auch Antibiotika wie Linezolid. Diese werden zur Behandlung von Infektionen beim Menschen eingesetzt“.

Bakterien auf Menschen übertragbar

Somit können diese Bakterien nicht nur den Hund, sondern auch auf Menschen übertragen werden. Dann sind Hund und Mensch teilweise gegen notwenige Behandlungen mit Antibiotikum resistent. Dies bedeutet eine hohe Gefahr.

Zudem ist bereits bekannt, dass weitere Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Parasiten durch rohes Futter übertragen werden können. Besonders problematisch ist es, wenn das Rohfutter in Kontakt mit Einrichtungen der Küche kommt oder der Futternapf in der Wohnung angeboten wird. Ebenfalls ist es gefährlich, wenn Kleinkinder in der Nähe des Rohfutters sind. Der Mensch kann sich somit über engen Kontakt mit dem Hund oder auch durch die Zubereitung des Futters mit den Bakterien infizieren.

Verringerung des Risikos

Es wird daher empfohlen, das Futter zumindest vorher abzukochen, um die Bakterien abzutöten. Eine kleine Verringerung des Infizierens mit Bakterien bietet ebenfalls das Einfrieren des Fleischs. Jedoch verliert das Fleisch einige Vitamine beim Einfrieren.

Wie man den Hund richtig barft und welche Vor- und Nachteile diese Fütterungsmethode bietet, erfährst Du in unserem Artikel: Hunde richtig barfen – wie funktioniert das?

Quelle: DerWesten

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