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Wegen Corona – Hundefutter wird zum Sommer teurer

von Michelle Holtmeyer
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Die Corona Pandemie führt weltweit zu Lieferengpässen. Nun wirken sich diese Engpässe auf die Herstellung von Hundefutter aus. Zudem steigt die Nachfrage an Futter, weil sich aktuell viele Menschen einen Hund anschaffen. Hersteller von Nahrungsmitteln für Hunde kündigen in den kommenden Monaten Preiserhöhungen an.

Viele Hundebesitzer möchten die bestmögliche Ernährung für ihre Lieblinge. Meist wird die Premium Variante gekauft und es können Kosten für die Fütterung von bis zu 300€ monatlich entstehen. Ob es immer die Premium Variante sein muss, lässt sich diskutieren. Viele Besitzer achten sicherlich auf den Preis des Futters. Jedoch sollte nicht an der Qualität des Futters gespart werden.

Nun müssen sich Hundebesitzer darauf vorbereiten, dass ihr Lieblingsfutter für ihren Hund teurer wird. Die Herstellung wird teurer und die Nachfrage nach gutem Futter steigt.

Rohstoffpreise steigen

Die Herstellung wird aufgrund der steigenden Rohstoffpreise teurer. Die Rohstoffe werden aufgrund von Lieferengpässen durch die Corona-Pandemie immer teurer. Laut Georg Müller, Chef und Inhaber des bayerischen Tiernahrungsherstellers Interquell, seien die Kreisläufe auf den Rohstoffmärkten durcheinandergeraten. Einkaufspreise seien um 10-20 % gestiegen. So kündigt er an: „Wir werden die Preise zum Sommer hin um vier bis fünf Prozent anheben“.

Auch andere Hersteller werden die Preise erhöhen. Das Unternehmen Nestle Purina PetCare schließt die mittelfristige Auswirkung der erhöhten Rohstoffpreise auf die Abgabepreise nicht aus. Tierische Nebenerzeugnisse und Getreide seien teurer geworden im Einkaufspreis und dies sind beides wichtige Bestandteile von Hundefutter.

Die Unternehmen können laut eigenen Angaben nur Teile dieser erhöhten Rohstoffpreise selbst tragen. Somit müssen sie dies auf die Verbraucher abwälzen und die Preise des Futters erhöhen.

Schlachtpreise gestiegen

Des weiteren sind der Preis und Aufwand für Schlachtungen in Deutschland gestiegen. In letzter Zeit entwickelten sich viele Schlachtbetriebe zu Corona-Hotspots und mussten des Öfteren vorübergehend geschlossen werden. Zudem ist der Aufwand in den Schlachtbetrieben höher, da sie bestimmte Corona Auflagen einhalten müssen. Diese Maßnahmen haben Auswirkungen auf die Produktion. Auch entsteht ein höherer Preisaufwand für Unterbringungen der Mitarbeiter. Somit werden die Herstellkosten von Fleisch für Hundefutter erheblich teurer. Es wird ein großer Anteil der Schlachttiere zu Hundefutter verarbeitet. Meist sind es die verarbeiteten Innereien wie Leber, Herz und Lunge. Dies sind Schlachtnebenprodukte der höchsten Verwertungskategorie.

So lässt sich sagen, dass sich auch die erhöhten Schlachtpreise im Inland auf die Kosten des Futters auswirken werden.

Hunde-Boom

Durch die Pandemie haben sich viele Menschen Hunde angeschafft. Somit steigt auch die Nachfrage an dem Hundefutter. Fast jeder zweite Haushalt hält mittlerweile ein Haustier. Zahlreiche Anbieter und auch Supermärkte verzeichneten bei Tiernahrung im vergangenen Jahr einen Anstieg von 4,3% mehr zum Vorjahr. Im Onlinehandel ging der Absatz sogar um 16% hoch.

Die hohe Nachfrage kann ebenfalls für eine Erhöhung verantwortlich werden, wenn Lieferengpässe und geringe Rohstoffmengen zur Verfügung stehen.

Bisher sind die Unternehmen noch nicht von der Rohstoffverknappung betroffen. Jedoch sind bestimmte Premiumsorten bereits davon betroffen. Zum Beispiel sind Entenproteine knapp, da die Enten in asiatischen Restaurants geschlachtet werden und diese aufgrund Corona-Auflagen geschlossen haben.

Es bleibt abzuwarten inwieweit sich die Preise des Hundefutters ab Sommer erhöhen werden und ob es sich auf alle Sorten auswirken wird. Weitere Informationen rund um die beste Ernährung für Deinen Hund erfährst Du in unserem Artikel Hundefutter: Welche Hundenahrung eignet sich für meinen Vierbeiner?

Quelle: Welt

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