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Traurige Entwicklung – die Schattenseite des Hundebooms

von Emma Quinn
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Egal ob angeleint vor dem Geschäft, im Auto, oder im Garten – der Hund kann schnell geschnappt werden. Immer mehr Hunde werden während der Pandemie als geklaut gemeldet – und es handelt sich nicht um Einzelfälle.

In England steigt seit März 2020 die Nachfrage nach tierischer Begleitung extrem an. Laut dem Guardian werden Züchter und Tierheime von Anfragen überflutet. Auch die Zugriffe auf Websites zum Hundekauf haben sich verdoppelt. Nicht nur die Nachfrage nach Hunden ist angestiegen – es stiegen auch die Preise. Besonders auf Instagram beliebte Hunderassen wie Französische Bulldoggen und Möpse sind gefragt. Der Normalpreis für eine Französische Bulldogge im Welpenalter lag vor Corona bei ca. 2.000€, mittlerweile sind bis zu 5.500€ für einen vierbeinigen Begleiter zu zahlen.  

Steigende Preise und wachsende Nachfrage machen Handel mit gestohlenen Hunden unwiderstehlich

Die Anzahl der gemeldeten Hundediebstähle hat sich im Jahr 2020 mehr als verdoppelt. Die Organisation „DogLost“ betreibt eine Datenbank für vermisste Hunde in Großbritannien und Irland – 2019 wurden 172 Fälle gemeldet, im Jahr 2020 fast 500 Fälle. Auch wenn es sich um ein eher seltenes Verbrechen handelt, wird laut der BBC mit geklauten Hunden Millionen gemacht.

Sowohl Welpen als auch erwachsene Tiere werden entführt

„Hundezucht ist ein großes Geschäft. Wir haben große kriminelle Banden entdeckt, die damit Millionen Pfund machen“, berichtet die Tierschutzorganisation RSPCA (Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals). Den Behörden seien auch Banden bekannt, die von Drogen auf Welpenzucht umgestiegen sind – nur wegen des Geldes. Mit Hormonbehandlungen werden die geklauten Hündinnen zu drei bis vier Würfen pro Jahr getrieben. Die Tierschutzorganisation warnt sogar vor Kriminalbanden, welche in Fahrzeugen mit dem Logo der RSPCA unterwegs seien und Spaziergänger mit ihren Tieren ansprächen. „Fragen Sie immer nach dem Ausweis, wenn jemand behauptet, ein RSPCA-Mitarbeiter zu sein und halten Sie Ausschau nach einem Abzeichen“, teilte die Organisation mit.

Vermehrter Hundediebstahl in Deutschland

Auch in Deutschland nimmt der Hundediebstahl zu – vor allem in den Großstädten

„Schätzungen zufolge werden in Deutschland tagtäglich Hunde in Großstädten gestohlen.“

Tierschutz-Organisation Vier Pfoten

So wurde Zwergpudel Schoki an einem Freitagnachmittag zu einem Einkauf in München-Forstenried mitgenommen. Doch nur einen Augenblick später war der flauschige Vierbeiner spurlos verschwunden. Die Familie hätte sich nie Sorgen gemacht, wenn sie ihren Hund vor dem Rewe an der Züricher Straße draußen warten lassen haben – schließlich wäre Schoki ein Hund, der nicht weglaufen würde. Nach Schokis Entführung hat die Familie schnellstmöglich eine Suchanzeige beim Tierschutzdienst Tasso geschaltet, und nach einigen Stunden eigener Internetrecherche wurden sie fündig: Schoki auf einer Verkaufsplattform für 1300€. Als die Familie Fake-Anfragen schaltete, um Kontakt mit der Diebin aufzunehmen, gestand sie die Tat – und gab Schoki zurück.

Wie kann man seine geliebten Vierbeiner vor Diebstahl schützen?

  • Tier chippen lassen
  • den Hund bei einem Tierregister registrieren
  • den Garten vor ungewollten Besuchern sichern
  • Tiere außerhalb der Wohnung nie unbeaufsichtigt lassen
  • den Hund nie im Auto zurücklassen

Quellen: The Guardian, tz, sächsiche.de

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